Bekim Salihu vom GAP-Institut erklärte, der amtierende Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, wolle das Präsidentenamt weiterhin unter dem Dach der Vetëvendosje-Bewegung halten. Laut Salihu fand die heutige Konstituierung der Nationalversammlung deshalb nicht statt, weil Kurti seinen Partnern die Möglichkeit geben wolle, einen Kandidaten für den Parlamentspräsidenten vorzuschlagen.
„Herr Kurti verfügt über die nötigen Stimmen sowohl für die Regierung als auch für die Nationalversammlung. Dass Herr Kurti heute keinen Kandidaten für den Parlamentspräsidenten vorgeschlagen hat, war kein politisches Manöver, sondern Ausdruck seiner politischen Bereitschaft, abzuwägen oder seinen Partnern die Möglichkeit zu geben, einen Kandidaten für den Parlamentspräsidenten vorzuschlagen, der nicht der Vetëvendosje angehört. Offenbar will Herr Kurti nicht, dass der Präsident in andere politische Ämter wechselt. Er möchte unter dem Dach der VV bleiben“, sagte Salihu in einer Sondersendung auf KTV.
Salihu sagte, Kosovo habe sich in den letzten Jahren zu einem Staat entwickelt, in dem alle politischen Entscheidungen ausschließlich auf Urteilen des Verfassungsgerichts basieren.
„Wir sind zu einem Staat geworden, in dem alle Entscheidungen oder politischen Entscheidungsprozesse ausschließlich auf Werturteilen beruhen und nicht auf demokratischen Entscheidungen, die aus Wahlprozessen oder notwendigen Kompromissen der Führungsspitze resultieren… Schon heute wurden Signale gesendet, dass diese Legislative von Anfang an wieder mit wichtigen oder gefährlichen Entscheidungen des Verfassungsgerichts konfrontiert sein wird, die natürlich die Funktionsfähigkeit gefährden“, sagte Salihu in einer Sondersendung auf KTV.
Salihu erklärte außerdem, dass die LDK den Posten des Präsidenten anstrebt, da es sich um eine Position handele, die vom Premierminister nicht versagt werden könne.
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