Die Nationalgalerie des Kosovo hat die öffentliche Ausschreibung für das Programm des nächsten Jahres eröffnet. Ab Mittwoch können sich zwei Monate lang alle, die Ausstellungen oder andere Projekte im Rahmen der höchsten Institution für bildende Kunst planen, per E-Mail oder durch persönliche Einreichung der Bewerbung bewerben.
Aufgrund der Restaurierung des Gebäudes wurde die GKK in die ehemalige Galerie des Kulturministeriums, auch bekannt als „Qafa“, verlegt. Aus diesem Grund hat die Institution eine öffentliche Ausschreibung veröffentlicht und sich selbst den Namen „Nationalgalerie des Kosovo – „Qafa“ gegeben.
„Mit dieser Ausschreibung freuen wir uns über Vorschläge für interdisziplinäre Ausstellungen (einschließlich der Medien Malerei, Skulptur, Grafik, Installation, Fotografie, Video, Performance usw.) sowie für Bildungs-, Forschungs-, Publikations- und Multimediaprojekte. Ausstellungen und Projekte können innerhalb oder außerhalb der GKK-QAFA-Einrichtung in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Galeriepersonal umgesetzt werden“, heißt es in der Ausschreibung, die bis zum 23. Dezember geöffnet bleibt. Mit dieser Ausschreibung werden Projektvorschläge von Künstlern und Kuratoren, Kulturorganisationen und -gemeinschaften, Forschern und anderen Praktikern der bildenden Künste zur Einreichung ihrer Vorschläge ermutigt.
Laut Ausschreibung müssen Bewerber das Bewerbungsformular ausfüllen, ihr Projekt in bis zu tausend Wörtern beschreiben, visuelle Reproduktionen der Werke, eine Kurzbiografie, ein Portfolio und einen Lebenslauf sowie ein Ausweisdokument der Republik Kosovo vorbereiten.
Die Jury, die die Projekte bewerten wird, besteht aus den Mitgliedern des GKK-Lenkungsrats: Renea Behluli, Agron Blakçori, Bariu Zenelaj, Guri Çavdërbasha, Somer Şpat, Linda Gusia.
Seit Anfang dieses Jahres ist die Galerie des Kulturministeriums, auch bekannt als „Qafa“-Galerie, nach über zwei Jahrzehnten Betrieb geschlossen. Der Raum, der nie den Status einer Institution hatte, sondern im Rahmen der Kulturabteilung des MCYS fungierte, war ein Ort, an dem vor allem junge Künstler ausstellten, ohne dass auch Werke berühmter lokaler und internationaler Künstler dort präsentiert wurden. Die Galerie des Kulturministeriums wird der Nationalgalerie des Kosovo angegliedert und trägt den Namen „Kleine Galerie“. Auf Beschluss von Kulturministerin Hajrulla Çeku wurde die Galerie des Kulturministeriums aufgelöst.
„Die Archivmaterialien der Galerie des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport sowie alle anderen institutionellen Vermögenswerte sollten im Rahmen der Nationalgalerie des Kosovo untergebracht werden...“, heißt es in der Entscheidung. Für diese Entscheidung berief sich Minister Çeku auf das Gesetz über Kunst und Kultur, das im Januar 2024 in Kraft tritt. Demnach sind die zentralen öffentlichen Einrichtungen für Kunst und Kultur das Nationaltheater des Kosovo, die Nationaloper, das Nationalballett und -ensemble, die Kosovo Philharmonic, die Nationalgalerie des Kosovo, das Museum für zeitgenössische Kunst, das Kosovo Cinematography Center und die Nationalbibliothek des Kosovo.
Derzeit ist in den Räumlichkeiten der GKK – QAFA die Ausstellung „Aus dem Archiv: Gesellschaftliche Grüße“ zu sehen. Von persönlichen Mitteilungen bis hin zu offiziellen Dokumenten zeugen die Archivmaterialien von der Rolle der 1979 neu gegründeten Kulturinstitution für ihre Entwicklung und Vision.