Genau für diese Duelle lebt Taulant Xhaka (32). Doch obwohl er seine Sperre rechtzeitig beendete, um zum großen Sieg gegen die Young Boys zurückzukehren, musste der Basler Routinier am Samstagabend auf der Bank bleiben, schreibt der „Blick“ am Dienstag. Der Grund ist Leon Avdullahu (19).
Der in Basel entwickelte Nachwuchsspieler hat in der Wintervorbereitung des Schweizer Teams seine Spuren hinterlassen. Er stand in den drei Freundschaftsspielen in der Startelf und erzielte beim 2:2-Unentschieden gegen Greuther Fürth zwei Tore. Der Lohn ist nicht nur ein neuer Vertrag bis Sommer 2028, sondern auch ein Stammplatz im Basler Mittelfeld an der Seite von Renato Veigas.
Auch beim 1:0-Sieg über den Spitzenreiter Young Boys durfte Avdullahu von Beginn an spielen und erneut eine überzeugende Leistung abliefern. Der Solothurner drängte Basel nach vorne und schickte 33 von 37 Pässen ins Land. Hatte mit Abstand den höchsten Prozentsatz an präzisen Pässen in seinem Team.
Dass Avdullahu von Beginn an spielt, überrascht Roland Vetter (58) nicht. Als Avdullahu im Alter von 10 Jahren von Gerlafingen nach Solothurn wechselte, erregte er sofort die Aufmerksamkeit des Nachwuchstrainers Vetter.
„Leon war den anderen körperlich nie überlegen, aber in allem anderen war er immer einen Schritt voraus“, sagte Vetter gegenüber Blick.
Für ihn ist Avdullahu kein Nachkomme von Xhaka.
„Er hat auch viele offensive Qualitäten.“
Nicht nur im sportlichen, sondern auch im persönlichen Bereich bringt Avdullahu alles mit, was er für eine großartige Karriere braucht.
„Er ist ein ruhiger Typ, der auf dem Boden bleibt“, fügte Avdullahs ehemaliger Trainer in den neuen Kategorien hinzu.
Avdullahu gehört zur Junioren-Altersgruppe der Schweiz. Er spielte für U16, U18 und U19, derzeit ist er Teil der U20.
Benjamin Kololli erzielte das Tor zum Sieg Basels über die Young Boys. Wenige Minuten vor Spielende wurde Xhaka anstelle von Kolol aktiviert.