Am Freitag startet im „Doku Kino Plato“ in Prizren das Sommerkino. Das Programm bietet eine Auswahl an Filmen, die „eine ganz neue Welt eröffnen“ sollen. Die bereits erschienenen Filme sind thematisch gruppiert: „Jenseits von Rebellion und Absurdität“. Es wirkt wie eine Einladung. Die Details dieses Programms wurden in einer Pressemitteilung der „Lumbardhi Foundation“ bekannt gegeben.
Schon der erste Film trifft ins Schwarze: „Persepolis“, unter der Regie von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud, richtet seinen Blick auf den Iran.
„Unter diesem thematischen Dach begrüßen wir diesen Sommer im Juli und August das Publikum mit einer ausgewählten Filmreihe im Open-Air-Kino des ‚Doku Kino Plato‘. Die Filmvorführungen beginnen am 17. Juli und präsentieren auf der großen Leinwand einige der eindrucksvollsten Werke des Independent-Kinos, die sich mit Identitätsfindung, Zugehörigkeitsverlust und der menschlichen Suche nach Wahrheit auseinandersetzen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Einladung, die Welt durch die Augen von „Figuren zu sehen, die mit den Normen brechen“, spiegelt sich auch in der Filmauswahl wider.
„In diesem Programm verbirgt sich eine Revolution zwischen schwarzen und weißen Linien, die Explosion verbirgt sich inmitten einer melancholischen Absurdität, und eine Realität wandelt auf dem dünnen Faden, der das Heilige vom Profanen verbindet und trennt. So werden wir sehen, wie die Werke von Marjane Satrapi, Tolga Karaçelik und Jan Komasa formale Erzähltabus sprengen“, heißt es in der Pressemitteilung.
„Persepolis“ aus dem Jahr 2007 ist nicht nur ein einzigartiges Werk, sondern auch eine Hommage an Marjane Satrapi, die vor Kurzem verstorben ist.
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Der Film spielt während der iranischen Revolution von 1979 und beleuchtet die sozialen und politischen Entwicklungen aus der Perspektive eines jungen Mädchens aus einer modernen Familie jener Zeit. Durch ihre Augen zeigt der Film, wie die Revolution gegen den Schah und andere gesellschaftliche Schichten später in ein repressives und fanatisches System mündeten, heißt es in der Pressemitteilung. Weitere Filme im Rahmen von „Doku Kino Plato“ sind „Corpus Christi“ von Jan Komasas, der die Grenze zwischen dem Heiligen und dem Profanen anhand der Geschichte eines jungen Mannes mit einer traumatischen Vergangenheit auslotet, und „Butterflies“ von Tolga Karaçelik, der am letzten Freitag im Juli gezeigt wird. Der Film verwebt die Geschichte dreier entfremdeter Geschwister mit surrealen Motiven des Landlebens und hinterfragt so unseren Umgang mit Schmerz und Trauma. Das Sommerkino lädt dazu ein, „jenseits von Rebellion und Absurdität“ zu blicken.
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