Die UEFA hat Gianni Infantino wegen seines Plans, die Weltmeisterschaft zu verkaufen, mit rechtlichen Schritten gedroht. Die UEFA warnte den FIFA-Präsidenten davor, jegliches Material im Zusammenhang mit diesem Plan zu vernichten.
Telegraph Sport berichtete am Montag, dass der Europäische Fußballverband auch Joshua Kushner, Greg Maffei, JP Morgan und OpenEconomics angeschrieben habe und erklärte, dass er „aktiv rechtliche Schritte, Schiedsverfahren und Beschwerden bei den Aufsichtsbehörden“ im Zusammenhang mit dem gescheiterten Projekt prüfe.
Infantino gab seine Pläne auf, Anteile an der Weltmeisterschaft und anderen Veranstaltungen an private Investoren zu verkaufen, nachdem es zu einer beispiellosen Gegenreaktion gegen einen Vorschlag gekommen war, der auch Personen mit Verbindungen zu Donald Trump umfasste.
Die Rebellion wurde von der UEFA angeführt, die am Donnerstag ankündigte, dass ihre 55 Mitglieder die Weltmeisterschaft boykottieren werden, sollte Infantino seinen Plan umsetzen. Die UEFA machte zudem deutlich, dass sie alles daransetzen wird, Infantino aus seinem Amt als FIFA-Präsident zu entfernen.
Infantino droht nun ein Gerichtsverfahren wegen des „FIFA Forward Enterprise“-Programms.
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In einem Schreiben an Infantino vom Freitag teilte die UEFA mit: „Die UEFA teilt hiermit formell mit, dass sie aktiv rechtliche Schritte, Schiedsverfahren und/oder aufsichtsrechtliche Beschwerden im Zusammenhang mit dem von der FIFA vorgeschlagenen FFE-Plan prüft.“
„Sie und die FIFA müssen unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um alle Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen, die sich in Ihrem oder dem Besitz, der Verwahrung oder der Kontrolle der FIFA befinden, zu identifizieren, zu lokalisieren und zu sichern“, heißt es weiter in dem Schreiben der UEFA.
Die Europäische Konföderation hat eine detaillierte Liste der Art von Informationen vorgelegt, die aufbewahrt werden müssen, und die Personen benannt, von denen sie schrieb, dass sie „aufgrund ihrer Rolle und ihrer Beteiligung an FFE-Plänen wahrscheinlich über relevantes Material verfügen“.
Die UEFA hat Infantino, den Leiter der globalen Fußballentwicklung der FIFA, Arsène Wenger, Generalsekretär Mattias Grafström und den Geschäftsführer Kevin Lamour als Beteiligte identifiziert. Lamour erklärte am Freitag, er und andere seien vom Präsidenten in die Irre geführt worden.
Die UEFA hat die FIFA-Verantwortlichen eindeutig davor gewarnt, das Material zu sichern.
Als die FIFA das inzwischen gescheiterte Projekt bekannt gab, nannte sie auch die Beteiligten. Darunter war Joshua Kushner, dessen älterer Bruder Jared der Schwiegersohn von US-Präsident Trump ist.
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Der Thrive Eternal-Fonds des Milliardärs Kushner wurde als voraussichtlicher Anführer der vorgeschlagenen Investorengruppe für FFE identifiziert.
Auch Trump-Spender Maffei sowie JP Morgan und Open Economics waren beteiligt.