Trotz des Premier-League-Titels investiert Liverpool weiterhin Millionen in Verstärkungen für die neue Saison. Am Mittwoch sicherten sich die Reds die Dienste des französischen Stürmers Hugo Ekitike, der von Eintracht Frankfurt kam. Doch dies dürfte nicht der letzte Transfer für Arne Slots Team sein.
Ekitike ist der jüngste Spieler, den Liverpool für eine hohe Summe verpflichtet hat. Zuvor hatte das renommierte Team bereits Florian Wirtz, Jeremie Frimpogu und Milos Kerkez verpflichtet. Insgesamt hat der Verein bereits 290 Millionen Euro ausgegeben.
Der 23-jährige Ekitike wurde für 79,5 Millionen Euro transferiert und unterschrieb einen Vertrag für sechs Jahre. Die Ablösesumme für Ekitike könnte sich um weitere 11.5 Millionen Euro erhöhen.
Trainer Arne Slot war den ganzen Sommer damit beschäftigt, die Mannschaft, die den 20. englischen Meistertitel gewann, zu verstärken. Er hat insbesondere im Angriff Verstärkungen vorgenommen.
Wirtz kam letzten Monat für eine Ablösesumme von 133 Millionen Euro von Bayer Leverkusen, die einen britischen Rekord darstellen könnte. Er gilt als eines der Toptalente Europas. Ekitike ist ein weiterer Spieler, der seit seinem Weggang von PSG im letzten Jahr in Deutschland brilliert hat.
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In 22 Spielen für Frankfurt erzielte er 48 Tore. Der deutsche Verein profitierte stark von dem Franzosen und verpflichtete ihn im vergangenen Jahr für 16 Millionen Euro.
Ekitikes Transfer wurde nur wenige Wochen nach dem Tod des Liverpool-Stürmers Diogo Jota bei einem Autounfall in Spanien abgeschlossen.
Ungewissheit herrscht über die Zukunft zweier weiterer Stürmer, Darwin Nunez und Luis Diaz, die im Visier anderer europäischer Teams stehen.
Der Verein aus Merseyside konnte seinen englischen Meistertitel seit 1982 bis 1984, als er dreimal in Folge gewann, nicht mehr verteidigen. Das war also die Zeit vor dem Start der Premier League.
Liverpool muss sich im Kampf um den Titel einer starken Konkurrenz durch Mannschaften wie Manchester City, Arsenal und Chelsea stellen, die im Sommer ebenfalls viel Geld ausgegeben haben.
Es ist nun klar, dass Liverpool auf seinen Erfolgen in der Premier League aufbauen will. Dank seiner Kaufkraft und seines verführerischen Charmes hat Liverpool bisher die Rivalen Bayern München und Newcastle besiegt. Und angesichts dieser hohen Ausgaben ist der Ruf der Liverpool-Fans: „Die Reds haben kein Geld, aber wir werden trotzdem die Liga gewinnen“ nicht mehr aktuell.
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Tatsächlich war dies nie der Fall, schreibt „The Guardian“ in einer Analyse der Ausgaben des FC Liverpool.
Liverpool hat in den letzten fünf Wochen zwei der drei größten Transfers der Vereinsgeschichte getätigt. Sie haben keine Probleme mit den Finanzen und auch nicht mit der Einhaltung der Regeln des Financial Fairplay. Und sie zeichnen sich durch ihre finanzielle Disziplin aus.
Liverpool hat zuletzt im Sommer 2023 viel Geld ausgegeben, als das Mittelfeld von Jürgen Klopp für 170 Millionen Euro umgebaut wurde. Ein Drittel dieser Summe wurde durch den Verkauf von Fabinho und Jordan Henderson an die Arabische Liga zurückgezahlt.
In den Transferfenstern Januar 2024 und 2025 wurde kein einziger Cent ausgegeben, während Trainer Slot im vergangenen Sommer nur 11,5 Millionen Euro für Federico Chiesa ausgab. Diese Summe stammte aus dem Verkauf von Bobby Clark an Salzburg. Gleichzeitig verdiente er fast 50 Millionen Euro durch den Verkauf von Fabio Carvalho und Sepp van den Berg an Brentford.
Obwohl der Verein in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten nicht viel Geld ausgab, gewann er im April seinen 20. Titel.
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In diesem Jahr dürften die Einnahmen erstmals die Marke von 700 Millionen Pfund (806 Millionen Euro) übersteigen. Liverpool verdiente über 92 Millionen Euro mit der Rückkehr in die Champions League und rund 207 Millionen Euro mit dem Triumph in der Premier League. Auch die Einnahmen aus Spielbetrieb und kommerziellen Aktivitäten stiegen.
Was die Spieler betrifft, werden weitere Wechsel erwartet. Abgänge und Neuzugänge sind zu erwarten. Liverpool läuft gut, und es sieht nicht so aus, als würde es damit aufhören.