Die nepalesische Polizei gab am Donnerstag bekannt, dass bisher 270 Leichen aus den von den Überschwemmungen am Mittwoch betroffenen Gebieten an der Grenze zwischen Nepal und Tibet geborgen wurden.
Die Rettungsteams setzen die Suche nach Überlebenden fort, die durch die Zerstörung vieler Häuser, überflutete Straßen und von Schlamm und Wasser weggespülte Brücken erschwert wird.
Die Rettungsmaßnahmen werden durch starke Regenfälle und das unwegsame Gelände zusätzlich erschwert. In Tibet werden mindestens 558 Menschen vermisst, drei Tote wurden bestätigt.
Hunderte ausländische Staatsangehörige werden auf beiden Seiten der Grenze vermisst. Die nepalesischen Behörden gaben an, dass die vermissten Touristen aus 30 verschiedenen Ländern stammen.
Laut einer Studie des US Geological Survey wurden die Überschwemmungen durch „Gletscherkollaps und Murgänge“ verursacht, und es besteht die Befürchtung, dass Geröll in den Flüssen eine zweite Überschwemmung auslösen könnte.