Die schrittweise Umsetzung neuer Regeln für die Ein- und Ausreise in das Hoheitsgebiet der EU-Länder für Drittstaatsangehörige, die visumfrei reisen können, hat heute begonnen. Die EU-Länder an den Außengrenzen des Blocks und andere Länder des Schengen-Raums werden schrittweise das neue Ein- und Ausreisesystem (Entry-Exit System – EES) anwenden. Diese Regeln gelten auch für Bürger des Kosovo, die ohne Visum in die EU reisen können.
Diese Regeln werden den Klarstellungen der EU zufolge die Visaliberalisierung nicht einschränken, sondern lediglich zu einer besseren Kontrolle der Ein- und Ausreise und damit zu einer Erhöhung der Sicherheit der EU-Länder beitragen.
Ab heute werden an den Grenzübergängen die Fingerabdrücke der vier Finger der rechten Hand sowie digitale Fotografien erfasst und im neuen Datensystem gespeichert. Das gesamte Verfahren wird nur bei der ersten Einreise von Drittstaatsangehörigen in die EU durchgeführt und dann lediglich der Vergleich des Passfotos mit dem im System gespeicherten Foto vorgenommen.
Der Sprecher der EU-Kommission für Innenpolitik, Markus Lammert, erklärte, dass das neue System in den ersten sechs Monaten nur eingeschränkt genutzt werde, nach einer sechsmonatigen Frist, genauer gesagt am 10. April 2026, dann aber vollständig in Kraft treten werde.
Die Visaliberalisierung erlaubt nur noch Besuche in der EU. Der Aufenthalt ist auf 90 Tage begrenzt, maximal 180 Tage pro Jahr. Wer gegen diese Regeln verstößt und unter dem neuen System leichter entdeckt wird, muss mit Konsequenzen rechnen, darunter einem Einreiseverbot in die Europäische Union.
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