Der Geschäftsführer des medizinisch-psychotherapeutischen Zentrums „Labyrinth“, Safet Blakaj, äußerte sich besorgt über den Anstieg des Kokainkonsums und das sinkende Durchschnittsalter der Konsumenten im Kosovo und betonte, dass dieser Trend zunehme und auch Minderjährige betreffe.
Seinen Angaben zufolge gab es in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen, allerdings hat die Zahl der Hilfesuchenden zugenommen, was einen steigenden Trend erkennen lässt.
Blakaj betont, dass der Drogenkonsum oft mit Cannabis beginnt, der Übergang zu Kokain jedoch schneller als früher erfolgt, wodurch das Risiko einer raschen Abhängigkeit steigt.
Er fügt hinzu, dass das Alter der Nutzer deutlich gesunken sei, von 35-45 Jahren vor einigen Jahren auf 25-35 Jahre heute, und dass ein weiterer Abwärtstrend zu beobachten sei.
„In den letzten drei Quartalen gab es im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Unterschiede, aber es lässt sich ein Trend zu steigenden Konsumentenzahlen feststellen, zumindest zu denen, die unsere Hilfe suchen. Wir sprechen hier natürlich von Marihuana, das im Kosovo weit verbreitet ist, aber auch in der gesamten Region usw. – doch Kokain bereitet uns die größten Sorgen. Im ersten Quartal haben wir einen leichten, wenn auch sehr leichten, Anstieg der Kokainkonsumenten beobachtet, der sich jedoch fortsetzt. Auch hier ist hervorzuheben, dass das Einstiegsalter für Kokainkonsum bei den Jüngsten weiter sinkt. Das ist alles, was ich zu diesem Dreimonatszeitraum sagen kann. Darunter befinden sich auch Minderjährige unter 18 Jahren, die mit dem Konsum begonnen haben. Das bereitet uns im Hinblick auf Kokain Sorgen“, sagte er.
Eine weitere Sorge ist die Ausbreitung des Konsums in ländlichen Gebieten sowie die Zunahme der Dosis und der Konsumhäufigkeit bei jungen Menschen.
Blakaj warnt außerdem vor der Gefahr durch synthetische Drogen wie Amphetamine und Methamphetamine, die sich aufgrund ihres niedrigeren Preises leichter verbreiten können.
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Er hebt hervor, dass es auf nationaler Ebene an echten Präventionsprogrammen mangelt, insbesondere an solchen, die sich an junge Menschen innerhalb und außerhalb des Bildungssystems richten.
Seinen Angaben zufolge stellt eine Gruppe von rund 72 Menschen, die nicht erwerbstätig sind oder eine Ausbildung absolvieren, ein erhöhtes Risiko dar, in den Drogenkonsum verwickelt zu werden.
Abschließend fordert Blakaj mehr institutionelle Unterstützung für Präventionsprogramme, Früherkennung und schnelle Intervention bei jungen Menschen und betont, dass Kosovo in dieser Hinsicht bereits hinterherhinkt.
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