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Wie wurde das Spiel manipuliert, für das die UEFA Höchststrafen verhängte?

UEFA

Die Entscheidung der UEFA, den montenegrinischen Verein Arsenal Tivat für zehn Jahre vom europäischen Fußball auszuschließen, hat für Aufsehen gesorgt. Arsenal wurde zudem mit einer Geldstrafe von 500 Euro belegt, Spieler und Funktionäre des Vereins wurden zu einem lebenslangen oder zehnjährigen Spielverbot verurteilt.

Arsenal wurde im Juli 2023 der Spielmanipulation gegen Alashkert aus Armenien für schuldig befunden. Es war das erste und einzige Mal, dass Arsenal Tivat in einem europäischen Wettbewerb spielte, nämlich in der ersten Qualifikationsrunde der Conference League.

Das Spiel in Eriwan endete 1:1, in Podgorica gewann Alashkert 6:1. Bis zur 40. Minute waren noch keine Tore gefallen.

Doch hatten Buchmacher in mehreren Ländern bereits Signale für hohe Wetten erhalten, dass in der ersten Halbzeit zwei oder mehr Tore fallen würden.

Über 250 Euro wurden auf Live-Wetten gesetzt, bei denen in der ersten Halbzeit zwei oder mehr Tore erzielt wurden. Die Quoten für „zwei oder mehr Tore“ lagen bei einigen Buchmachern über 30. Wer also mit einem Euro spielte, gewann 1 Euro. Buchmacher versuchten, sich vor hohen Einsätzen zu schützen, doch einige hatten keinen Erfolg.

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Der erste Verdacht auf Spielmanipulation wurde vom polnischen Fernsehen TVP geäußert. Nun bestätigte auch die UEFA die Spielmanipulation.

Das erste Tor fiel in der 40. Minute und das zweite in der ersten Minute der Verlängerung der ersten Halbzeit.

Die Wettenden haben also gewonnen.

Doch mit der ersten Halbzeit war noch nicht alles vorbei.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden Livewetten platziert. Es wurde darauf gewettet, dass das Spiel mit mehr als fünf oder sogar mehr als sieben Toren enden würde. Das Spiel endete 6:1 für Alashkert, während die Gäste aus Armenien in den Verlängerungsminuten der zweiten Halbzeit zwei Tore erzielten. Dies machte das Spiel noch fragwürdiger.

Ein Spieler und ein Funktionär von Arsenal Tivat wurden lebenslang vom Fußball ausgeschlossen. Drei weitere Spieler wurden für zehn Jahre vom Fußball ausgeschlossen.

Spieler und Vereinsfunktionäre waren bei der UEFA, um Fragen der Ermittler zu beantworten. Dejan Kandic, Präsident von Arsenal Tivat, erklärte im Mai, die Ermittlungen der UEFA hätten begonnen, nachdem er und die Gemeinde Tivat Strafanzeige erstattet hatten. Kandic hatte erklärt, dass nur gegen die Spieler, nicht aber gegen die Vereinsfunktionäre ermittelt werde. Die UEFA hat jedoch den Verein, einen Funktionär und vier Spieler bestraft.

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Nur Skënderbeu aus Korça wurde in der Vergangenheit mit einer zehnjährigen Sperre für europäische Wettbewerbe bestraft. Diese Entscheidung fiel 2018. Skënderbeu wurde auch wegen Spielmanipulation bestraft. Bis zur Entscheidung der UEFA war Skënderbeu die dominierende Mannschaft im albanischen Fußball. Dann erlebte das Team aus Korça einen starken Rückgang. Die Entscheidung der UEFA zu Skënderbeu wurde 2019 auch vom Internationalen Sportgerichtshof bestätigt. Skënderbeu wurde von der UEFA zudem mit einer Geldstrafe von 1 Million Euro belegt.