Kosovo startete denkbar schlecht in die reguläre Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. Am 5. September mussten die „Dardans“ in Basel eine 0:4-Niederlage gegen die Schweiz hinnehmen.
In dieser Partie spielte Kosovo mit einer recht offensiven Aufstellung. Doch es stellte sich heraus, dass die richtige Balance fehlte, und die Schweiz erzielte in der ersten Halbzeit vier Tore und fuhr am Ende einen überzeugenden Sieg ein.
Kosovo bestritt sein zweites Spiel unmittelbar am 8. September. Im "Fadil Vokrri" besiegte es das mit Stars gespickte Schweden mit 2:0.
Und eine plötzliche Änderung in der Aufstellung kurz vor Beginn dieses Spiels hatte erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Kampagne.
Der deutsche Trainer Franco Foda entschied sich zunächst für ein 4-4-2-System. Mërgim Vojvoda, Lumbardh Dellova, Fidan Aliti und Dion Gallapeni bildeten die Abwehr, Leon Avdullahu und Elvis Rexhbeçaj das Mittelfeld, während Baton Zabërgja und Florent Muslija die Flügel besetzten. Vedat Muriqi und Albion Rrahmani bildeten das Sturmzentrum.
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Eine Verletzung von Zabërgja kurz vor Spielbeginn führte zu einer Umstellung der Formation. Anstelle von Zabërgja brachte Foda keinen weiteren Flügelspieler, sondern entschied sich für Verteidiger Ilir Krasniqi.
Und so wurde die Formation auf dem Feld von 4-4-2 zu 5-3-2, die sich im Angriff in ein 3-5-2 verwandelte.
Überraschenderweise blieb die Mannschaftsaufstellung unverändert. Kosovo blieb ungeschlagen und die WM-Qualifikation 2026 wurde zur erfolgreichsten in der Geschichte des Landes. In der „Todesgruppe“ belegte Kosovo den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Playoffs. Im März werden sie sich einen Platz bei der Weltmeisterschaft sichern.
„Nach Zabërgjas Verletzung lud der Trainer Ermal Krasniqi zum Aufwärmen ein. Das war keine einfache Situation für das Trainerteam. Foda entschied sich dann nach Rücksprache mit seinen Assistenten für Ilir Krasniqi. Und diese Umstellung erwies sich als goldrichtig, ja, als goldrichtig“, sagte eine Quelle aus dem Nationalteam gegenüber KOHË.
Nach dem Sieg gegen Schweden empfing Kosovo am 10. Oktober Slowenien im „Fadil Vokrri“-Stadion. Erneut spielten sie mit fünf Spielern in der Abwehrreihe. Kosovo hatte Probleme, doch die Partie endete dennoch 0:0. Mit derselben Aufstellung gewann Kosovo am 13. Oktober in Göteborg 1:0 gegen Schweden und am 15. November in Ljubljana 2:0 gegen Slowenien. Zum Abschluss der Qualifikation spielte Kosovo in Pristina 1:1 gegen die Schweiz.
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Zabërgja schaffte es nie wieder in die Startelf, bleibt aber ein wichtiger Spieler im Kosovo.
Es wird erwartet, dass Foda am 26. März im Halbfinale der WM-Qualifikations-Playoffs gegen die Slowakei in Bratislava mit derselben Aufstellung antritt. Ein Grundprinzip im Fußball lautet: Die Siegermannschaft, in diesem Fall das System, bleibt unverändert.
Wenn alle Spieler einsatzbereit sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kosovo mit Aro Muriqi im Tor beginnt. Die Abwehr bilden Mërgim Vojvoda, Lumbardh Dellova, Amir Rrahmani, Albian Hajdari und Dion Gallapeni. Im zentralen Mittelfeld agieren Elvis Rexhbeçaj und Leon Avdullah, Florent Muslija spielt offensiver und Vedat Muriqi und Fisnik Asllani bilden das Sturmzentrum. Durch diese Aufstellung kommen Vojvoda und Gallapeni zusätzliche Aufgaben zu: Sie müssen bei Defensivaktionen die Flügel absichern und sich bei Angriffen – ebenfalls über die Flügel – in die Offensive einschalten.
Die Rückkehr von Edon Zhegrova oder eines anderen Spielers in Topform könnte Foda jedoch dazu zwingen, Änderungen an der Aufstellung vorzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit größerer Veränderungen ist aber gering.
„Wir dominieren unsere Gegner nicht, wir verteidigen stark und haben sehr gefährliche Umschaltmomente. Ich kann sagen, dass wir zum ersten Mal eine eigene Spielweise entwickelt haben. Die Formation, mit der der Trainer spielt – ein 3-5-2, das sich in ein 5-3-2 und manchmal sogar in ein 5-4-1 verwandelt – erweist sich als erfolgreich. Wir haben eine eigene Spielweise gefunden, und das bringt uns Erfolg“, sagte Ismet Munishi, einer der angesehensten Trainer des Landes.
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Der Erfolg beruhte natürlich auch auf anderen, viel wichtigeren Gründen. Unter anderem auf dem Beitrag aller Spieler, der gesteigerten Professionalität in der Nationalmannschaft und auch auf den Neuzugängen von hoher Qualität wie Leon Avdullah, Albian Hajdari und Veldin Hoxha.
Doch dieser plötzliche Formationswechsel bleibt ein wichtiger Moment in Kosovos bisher erfolgreichster Karriere.