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Fußball

Bajrami spricht über seinen Umzug von Albanien in die Schweiz

Adrian Bajrami

Plötzlich ging für Luzerns Verteidiger Adrian Bajrami alles ganz schnell. Drei Monate nach seiner Rückkehr in die Schweiz steht er im Kader von Trainer Murat Yakin für die WM-Qualifikation. Sein Telefon steht nicht mehr still.

„Mein Telefon steht nicht mehr still“, sagt der 23-jährige Adrian Bajrami wenige Stunden nach Erhalt der Einladung der Schweizer Nationalmannschaft. 

„Ich bekomme viele Nachrichten und Glückwünsche von Familie und Freunden, was mich natürlich sehr freut.“ 

Am Donnerstag um 10:30 Uhr verkündete Murat Yakin die Neuigkeit. Bajrami, ein kraftvoller Linksverteidiger, der seit Sommer bei Luzern spielt, wurde in den Kader für die WM-Qualifikationsspiele dieses Monats berufen. Bajrami wurde am Morgen ebenfalls nominiert. 

Als Luzerns Trainer Mario Frick nur anderthalb Stunden später zu einer Pressekonferenz erschien und erklärte, wie „stolz der Verein“ sei, war Bajrami nicht im Stadion. Wenige Augenblicke später fand der junge Schweizer Nationalspieler Zeit, mit Blick telefonisch über seine ersten Eindrücke zu sprechen.    

Sieben Jahre in Portugal

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Ein Thema waren seine neuen Teamkollegen. „Viele von ihnen kenne ich noch nicht“, sagt Bajrami. Das hat einen Grund. Mit 16 Jahren verließ er die Jugendabteilung der Young Boys, um in Portugal, in der renommierten Akademie von Benfica, Fuß zu fassen. Sieben Jahre blieb er in Portugal und schaffte es bis in die erste Mannschaft, bevor er sich entschied, in die Schweiz zurückzukehren und sich dem FC Luzern anzuschließen.

„Ich kenne Zeki Amdouni aus der Nationalmannschaft, er hat letztes Jahr mit mir bei Benfica gespielt“, sagt Bajrami. Er ist verletzt. Doch wen kennt er aus dem aktuellen Kader? 

„Natürlich auch Fabian Riederin. Mit ihm habe ich in der Jugendmannschaft der Young Boys gespielt. Er ist immer noch ein sehr guter Freund von mir. Aber ich kann es kaum erwarten, all die anderen Gesichter wiederzusehen.“

Besonderer Empfang für Granit Xhakan

Ein besonderes Thema ist der Captain der Nationalmannschaft, der 33-jährige Granit Xhaka. Der Rekordnationalspieler der Schweiz zieht immer wieder die Aufmerksamkeit junger Spieler auf sich. Bestes Beispiel ist Ardon Jashari, der derzeit verletzt ist. 

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Welchen Kontakt hat Bajrami zu Xhaka? 

„Ich kenne ihn noch nicht persönlich, aber ich kann es kaum erwarten, ihn zu treffen. Er ist ein Vorbild für viele junge Fußballer. Bei mir war es genauso. Ich habe Granit immer verfolgt.“

Bajrami spielte einst in der Schweizer U18-Nationalmannschaft. Während seiner Zeit bei Benfica entschied er sich, für Albanien zu spielen. Er absolvierte die U18-Nationalmannschaft und drei Freundschaftsspiele für Albanien A. 

Nun geht es zurück in die Schweiz. Was hat den Unterschied gemacht? 

„Ich bin in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Sie ist meine Heimat“, sagt Bajrami. „Seit ich für Luzern spiele, fühle ich mich hier viel wohler. Ich kann, will und werde meine albanischen Wurzeln nie verheimlichen. Darauf bin ich stolz. Klar ist aber, dass ich mich in der Schweiz wohlfühle.“ 

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Anschließend begann Bajrami mit den Vorbereitungen für das nächste Spiel. Luzern trifft am Samstag um 18:00 Uhr auf Sion. 

Luzern verpflichtete den Leihspieler vor einer Woche von Benfica Lissabon und unterschrieb einen Vertrag bis 2028. Bajrami war zunächst nur auf Leihbasis bei Luzern. „Remo Meyer ist ein Fuchs“, sagt Mario Frick, Luzerns Sportdirektor. Bajramis Wert werde nach der Einladung in die Nationalmannschaft deutlich steigen.