Bei einem ukrainischen Drohnenangriff am Montag in der russischen Stadt Nischnekamsk wurden mindestens 12 Menschen getötet und 39 weitere verletzt, wie die Behörden der Region Tatarstan mitteilten.
Die Ukraine hat in den letzten Monaten fast täglich russische Ölanlagen mit Langstreckenraketen angegriffen. Diese Angriffe haben in Russland zu Treibstoffknappheit und einer Verringerung der russischen Ölraffineriekapazitäten geführt und die russische Öffentlichkeit beunruhigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, dies sei eine Kampagne, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu zwingen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und die Besetzung der Ukraine zu beenden, die nun schon im fünften Jahr andauert.
Laut dem Pressedienst des tatarischen Präsidenten Rustam Minnikhanov wurde Nischnekamsk am Montagmorgen von einem „massiven“ Drohnenangriff getroffen, der Industrie- und zivile Einrichtungen zum Ziel hatte.
Die ukrainischen Behörden haben sich noch nicht zu dem Angriff geäußert.
Nischnekamsk liegt etwa 1.200 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze und hat rund 240.000 Einwohner. Die Stadt ist ein wichtiges Erdölverarbeitungszentrum und verfügt über zwei Raffinerien sowie eine petrochemische Anlage.
Ukrainische Langstreckendrohnen, die im Inland entwickelt wurden, fliegen immer größere Entfernungen innerhalb russischen Territoriums. Einige haben inzwischen Sibirien erreicht, etwa 2.000 Kilometer von der Grenze zwischen den beiden Ländern entfernt.
„Wir werden vollumfänglich gerechtfertigte Reaktionen geben, und jeder russische Angriff wird eine Antwort unsererseits nach sich ziehen. Russlands Krieg wird sich immer stärker im eigenen Land, in Russland selbst, bemerkbar machen“, sagte Selenskyj am Sonntagabend in den sozialen Medien.
ebenfalls
8 Tote auf den Philippinen und über eine Million Evakuierte in China wegen Taifun "Dolphin"
„Der einzige Grund, warum dieser Krieg noch andauert, ist Russlands Unwilligkeit, ihn zu beenden“, fügte er hinzu.
Nach Angaben der Vereinten Nationen bombardiert Russland die Ukraine regelmäßig aus der Luft mit Raketen, starken Bomben und Drohnen, trifft dabei zivile Gebiete und verursacht Tausende von zivilen Opfern.
Das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation teilte am Montag mit, dass eines ihrer Lager in der zentralen Region Dnipro in der Ukraine innerhalb von weniger als 24 Stunden zweimal angegriffen worden sei.
-
Irans Führung glaubt, Trumps Mauerprojekt im Griff zu haben, doch ihre Strategie birgt gravierende Risiken.
-
Zwei Drohnen wurden über einem deutschen Militärstützpunkt gesichtet, Tage nach dem Bombenanschlag in Leipzig.
-
Russland und die Ukraine liefern sich einen Schlagabtausch, sieben Tote und Dutzende Verletzte
-
Spanien kontrolliert Hunderte von Einreisenden aus Italien nach Migrationsstreit