Die Einnahmen der Russischen Föderation aus dem Verkauf von Öl und Gas seien zuletzt fast halbiert worden, schreibt Bloomberg.
Ihren Daten zufolge sank das Einkommen der Russen im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 46 Prozent. Insgesamt verdiente das russische Finanzministerium im vergangenen Monat 6.9 Milliarden US-Dollar.
Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe.
Einerseits hat Russland die Möglichkeit, nach der Einführung einer Preisobergrenze durch die G7 nur einen Teil seiner Rohölexporte international mit hohen Preisnachlässen zu verkaufen.
Allerdings sind auch die Rohölpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken – und das nicht nur für die russische Ural-Ölsorte. Die Sorte Brent kostete vor einem Jahr ebenfalls etwa 125 US-Dollar und liegt aktuell bei rund 85 US-Dollar pro Barrel.
Auch die Erlöse aus dem Gasgeschäft sind drastisch zurückgegangen. Russland hat den Gasexport über die Nord Stream 1-Pipeline eingestellt.
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Dies führte zu einem Rückgang der russischen Gaseinnahmen um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gazproms Einnahmen aus Gasexportsteuern gingen aufgrund der Versorgungsunterbrechung um bis zu 81 Prozent zurück.
Der Rückgang der Rohstoffeinnahmen bereits nach dem ersten Kriegsjahr macht die Situation für den Kreml komplexer als je zuvor. Kürzlich hat das Finanzministerium Kontakte zu großen russischen Konzernen geknüpft und von diesen einen Beitrag zur Finanzierung des Staatshaushalts gefordert. Sie sprachen von einem Betrag von etwa vier Milliarden Dollar.
Auch Warnungen des kremlnahen Milliardärs Oleg Deripaska haben für Schlagzeilen gesorgt. Er warnte kürzlich auf einem Wirtschaftsforum in Sibirien, dass dem Land bereits im nächsten Jahr das Geld ausgehen könnte.
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