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DIE WELT

Spanischer Ministerpräsident macht Schleusernetzwerke für Migrantenwelle in Ceuta verantwortlich

Pedro Sanchez

Foto: Associated Press

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Menschenhändlerringe für die beispiellose Welle von Migranten verantwortlich gemacht, die aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta kommen, und die Situation als „Verletzung der territorialen Integrität Spaniens“ bezeichnet.

Nach Angaben der Behörden und lokaler Medien überquerten rund 60 Migranten die Grenze in Richtung Ceuta, während mindestens 57 Menschen bei dem Versuch, spanisches Territorium zu erreichen, ums Leben kamen.

Bis Freitagabend waren mehr als 48 Migranten freiwillig nach Marokko zurückgekehrt, teilten die spanischen Behörden mit.

Der massive Zustrom von Migranten erfolgte, nachdem der Oberste Gerichtshof Spaniens entschieden hatte, dass Migranten, die auf See festsitzen, während sie versuchen, Ceuta oder die andere spanische Exklave Melilla zu erreichen, nicht sofort nach Marokko zurückgeschickt werden dürfen.

Italien hat seinerseits reagiert, indem es die Anwendung der Schengen-Regeln in Bezug auf Spanien vorübergehend ausgesetzt hat, um die Grenzkontrollen zu verstärken.

Ceuta, an der Nordküste Marokkos gelegen und durch die Straße von Gibraltar vom spanischen Festland getrennt, ist seit Jahren einer der wichtigsten Ankunftspunkte für Migranten, die nach Europa gelangen wollen. In den Sommermonaten nehmen die Versuche, in das Gebiet einzureisen, zu und werden häufig über soziale Medien organisiert.

ebenfalls Ceuta befindet sich in einer ernsten Lage; Tausende Menschen sind nach dem Zustrom an der Grenze noch immer dort. DIE WELT Ceuta befindet sich in einer ernsten Lage; Tausende Menschen sind nach dem Zustrom an der Grenze noch immer dort.

Die lokalen Behörden hatten Madrid um Hilfe gebeten, nachdem es vermehrt zu illegalen Grenzübertritten gekommen war. Am Donnerstag geriet die Situation jedoch völlig außer Kontrolle, da die Grenzkontrollen mit einem außergewöhnlichen Zustrom von Migranten konfrontiert waren.

Zur Bewältigung der Krise hat Spanien Streitkräfte in Ceuta und der Exklave Melilla eingesetzt, wo über Nacht weitere 300 bis 400 irreguläre Grenzübertritte gemeldet wurden.

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