Die Omicron-Variante des Coronavirus könnte den Druck auf das deutsche Gesundheitssystem verringern, wenn sich herausstellt, dass die Variante mildere Erkrankungen verursacht, auch wenn die COVID-19-Fälle zunehmen.
Das sagte der Präsident des Ärzteverbandes Deutschland, Michael Weber, am Sonntag.
Er sagte, dass das Coronavirus keine Gefahr für das Gesundheitssystem darstellen würde, wenn Omicron wie in Südafrika, Großbritannien oder Dänemark die dominierende Variante in Deutschland werde und die Infektionen wie in diesen Ländern gering seien.
„Es besteht eine reelle Wahrscheinlichkeit, dass die Pandemie in diesem Bundesland endemisch wird“, sagte Weber der Zeitung „Welt am Sonntag“.
Während sich Omicron in Deutschland verbreitet, kam es in den letzten Tagen auch zu einer Zunahme neuer Fälle. Allerdings ist auch die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen liegen, gestiegen.
Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach zeigte sich optimistisch, dass Omicron offenbar weniger gefährlich sei als die bisherigen Varianten, betonte jedoch, dass diese Variante weiterhin ein Risiko für ältere Menschen und Ungeimpfte darstelle.
ebenfalls
Deutschland hat mit Omicron den Höhepunkt der Fälle überschritten
„Die erste Impfung senkt das Sterberisiko bereits nach 14 Tagen drastisch.“ „Ich fordere die Menschen auf, sich impfen zu lassen“, sagte Lauterbach der Zeitung „Bild am Sonntag“.
Die hochansteckende Variante Omicron hat weltweit zu einem Anstieg der Fälle geführt. Die weltweiten Infektionen haben einen neuen Rekord erreicht: Laut Reuters-Daten wurden im Zeitraum vom 24. bis 30. Dezember durchschnittlich mehr als eine Million Fälle pro Tag entdeckt. Allerdings ist die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum nicht gestiegen, was die Hoffnung nährt, dass Omicron weniger tödlich ist.
Am Sonntag meldete Deutschland 12,515 Neuinfektionen und 45 Todesfälle. Die Gesamtzahl der Opfer seit Beginn der Pandemie in diesem Land hat 112,155 erreicht. /REL