In Deutschland fehlen rund 25 Fachkräfte im Gesundheitswesen. Das Klinikum Rostock hat das Erfolgsmodell des Personalabzugs aus Vietnam ins Leben gerufen.
Im Universitätsklinikum Rostock wurde ab 2018 mit der Suche nach Mitarbeitern in Vietnam begonnen. Ein weiterer Schwerpunkt des Ansatzes dieses Zentrums liegt auf der reibungslosen Integration neuer nichtdeutscher Mitarbeiter.
Die Vietnamesin Thi Ngoc Lan Pham ist Intensivkrankenschwester. Die Arbeit ist intensiv, aber sie steht vor der zusätzlichen Herausforderung, auf Deutsch zu arbeiten; eine Sprache, die sie erst lernen musste.
Thi Ngoc Lan arbeitet seit fast fünf Jahren an der Universitätsmedizin Rostock. Sie hat hier ihre Ausbildung zur Krankenschwester abgeschlossen und arbeitet nun als interkulturelle Trainerin für Neuankömmlinge, berichtet die DW.
Thi Ngoc Lan hat auf der Suche nach einer besseren Zukunft einen langen Weg zurückgelegt. Deutschland erkannte ihren Abschluss als Krankenpflegerin aus Vietnam nicht an, daher musste sie hier die Qualifizierungskurse wiederholen.
Jährlich erhalten hier bis zu 25 junge Menschen aus Asien, überwiegend Frauen, eine Ausbildung. Einzigartig ist, dass die meisten an der Universitätsmedizin bleiben – vor allem wegen des Umschulungsprogramms der Klinik, zu dem auch die Vermittlung von Unterkünften, die Hilfe bei Papierkram und das Angebot von Deutschkursen gehören, die typische Bereiche der Pflege abdecken.
Der Schwerpunkt der Rostocker Rekrutierung in Vietnam ist kein Zufall. Als die Stadt noch zur DDR gehörte, lebten hier bis zu 1500 Vietnamesen, die als „Vertragsarbeiter“ bezeichnet wurden.
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Thi Ngoc Lan Pham sagt, dass sie [Vietnam] selten vermisst. Sie hat mit ihrer Arbeit eine eigene deutsche Gesellschaft geschaffen.
Thi Ngoc Lan Pham hat nun fünf Jahre in Deutschland verbracht und kann dort die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Ihr Plan ist es, hier zu bleiben und ihren Freund aus Vietnam zurückzubringen.