Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland und die Niederlande haben die Entsendung von Flugzeugen bestätigt, um ihre Staatsbürger von einem vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen Touristenschiff zu evakuieren, das nach Spanien unterwegs ist.
Die Nachricht wurde vom spanischen Innenminister Fernando Grande-Marlaska verkündet, der sagte, dass die Europäische Union außerdem zwei weitere Flugzeuge für die anderen europäischen Staatsbürger an Bord schickt.
Seinen Angaben zufolge haben auch die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien mit den Vorbereitungen für die Evakuierung ihrer Staatsbürger sowie von Staatsbürgern aus Ländern begonnen, die nicht in der Lage sind, einen Lufttransport zu organisieren.
Die Behörden haben angekündigt, dass Passagiere nur das Nötigste mitnehmen dürfen, während übriges Gepäck und die Leiche eines an Bord verstorbenen Passagiers auf dem Schiff bleiben und zur Desinfektion in die Niederlande geschickt werden.
Spanische Staatsbürger werden voraussichtlich zuerst evakuiert, die Reihenfolge der anderen Gruppen wird von den Gesundheitsbehörden festgelegt. Die Passagiere dürfen das Schiff erst verlassen, wenn die Evakuierungsflugzeuge zum Abflug bereitstehen.
Unterdessen ist der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, in Spanien eingetroffen, um die Evakuierungsaktion von mehr als 140 Passagieren und Besatzungsmitgliedern des niederländischen Schiffes MV Hondius zu überwachen.
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Das Schiff wird voraussichtlich in den frühen Morgenstunden des Sonntags in Teneriffa eintreffen.
Tedros erklärte, dass bisher niemand an Bord Symptome des Hantavirus zeige, während die WHO die Situation weiterhin beobachte.
„Das Risiko für die Bevölkerung der Kanarischen Inseln und weltweit bleibt gering“, schrieb er auf der X-Plattform.