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Was ist der „Omega-Block“, der die extreme Hitzewelle in Europa verursacht?

Temperatur

Foto: Associated Press

Die extreme Hitzewelle, die über Westeuropa hinwegfegte und allein in Frankreich mehr als 40 Todesopfer forderte, wird durch ein meteorologisches Muster, den sogenannten „Omega-Block“, aufrechterhalten.

Doch was genau müssen Sie über dieses Muster wissen und könnte der Klimawandel dazu führen, dass es in den kommenden Jahren häufiger auftritt?

Was ist ein „Omega-Block“?

Der Name „Omega-Block“ leitet sich von der Form des griechischen Buchstabens Ω (Omega) ab; er besteht aus einer Ausbuchtung warmer, stabiler Hochdruckluft, die zwischen zwei kälteren Tiefdruckgebieten eingeschlossen ist.

Der Begriff „Blockierung“ bezieht sich darauf, dass das Hochdruckgebiet mit warmer Luft an einem Ort verharrt. Unter normalen Bedingungen transportiert der als „Jetstream“ bekannte Luftstrom Wettersysteme kontinuierlich von West nach Ost.

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Während eines „Omega-Blocks“ kommt es jedoch zu einem Zusammenbruch dieser Strömung, die sich deutlich nach Norden und Süden verlagern und so Drucksysteme isolieren kann. 

Dadurch bleibt warme, stehende Luft über demselben Gebiet konzentriert. Omega-Blockaden dauern in der Regel drei bis zehn Tage, können aber auch wochenlang anhalten.

Was geschieht während einer Omega-Blockade?

Im Zentrum des Gebiets herrscht unter dem Hochdruckgebiet heißes und trockenes Wetter. Der hohe Druck verhindert zudem die Wolkenbildung und sorgt so für klaren, sonnigen Himmel, wodurch die Temperaturen weiter ansteigen können.

Genau diese Bedingungen herrschen derzeit in Frankreich und Spanien, wo die Temperaturen 40 Grad Celsius überschritten haben.

In Regionen, die sich in Tiefdruckgebieten beidseits der Hitzewelle befinden, ist hingegen eher mit kühlerem Wetter und Niederschlägen zu rechnen.

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Laut dem britischen Wetterdienst liegt Großbritannien an der Grenze zwischen einem Hochdruckgebiet und kühlerer Luft im Nordwesten, was im Süden und Osten des Landes für intensive Hitze sorgt, während das Wetter im Norden und Westen kühler und feuchter ist.

Ist der Klimawandel dafür verantwortlich?

Die Wissenschaftler haben noch keinen vollständigen Konsens darüber erzielt, wie sich der Klimawandel auf die Häufigkeit solcher Blockierungsereignisse auswirkt.

Es herrscht jedoch ein klarer wissenschaftlicher Konsens darüber, dass der Klimawandel sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität von Hitzewellen erhöht.

Die Treibhausgasemissionen, hauptsächlich aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, haben den Planeten seit der vorindustriellen Zeit um etwa 1.3 Grad Celsius erwärmt.

Dies bedeutet, dass die Hitzewelle von einem höheren Basistemperaturniveau ausgeht, wodurch die extremen Temperaturen noch höhere Werte erreichen.

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Laut Clair Barnes, einer Forscherin für extreme Wetterereignisse und Klima am Imperial College London, erlebt Europa derzeit Hitzewellen, die 2 bis 4 Grad Celsius heißer sind, als sie es ohne die vom Menschen verursachte globale Erwärmung wären.

Wenn atmosphärische Muster wie der „Omega-Block“ auftreten, kann die von ihnen erzeugte Hitze daher deutlich intensiver und gefährlicher sein.