Die vierten Spiele der Halbfinalserie der Basketball-Playoffs der Kosovo Super League finden an diesem Wochenende statt. Am Samstag treffen Bora und Bashkimi ab 19:30 Uhr in der Sporthalle „1 Tetori“ aufeinander, während am Sonntag Peja und Trepça ab 19:30 Uhr in der Halle „Karagaçi“ gegeneinander spielen.
Bashkimi und Trepça führen in dieser Serie mit 2:1 und mit den nächsten möglichen Siegen würden sie sich das Finale sichern.
Während das Halbfinale zwischen Bora und Bakshim friedlich und ohne Probleme verläuft, haben sich die Spannungen im Halbfinale zwischen Peja und Trepça deutlich erhöht.
Auch am Freitag waren Spannungen spürbar, obwohl kein Spiel stattfand. Zunächst veröffentlichte Peja eine Erklärung, in der Drilon Hajrizi beschuldigt wurde, woraufhin der Basketballspieler von Trepça später mit einem Beitrag in den sozialen Medien auf das Team von Peja reagierte.
Hajrizi führte Trepca am Donnerstagabend zu einem 123:79-Sieg gegen Peja. Das Spiel fand im vollbesetzten „Minatori“ statt. Hajrizi glänzte mit 26 Punkten. Nach einem Punktgewinn drehte sich der Basketballspieler aus Mitrovica zur Peja-Bank um und sagte etwas in deren Richtung.
ebenfalls
Drilon Hajrizi antwortet Peja
Peja dankte der Trepça-Führung für den "perfekten" Empfang, warf Hajriz aber direkt vor, geflucht zu haben.
„Der Spieler mit der Nummer 12, der einst unser Vereinstrikot trug, hat mit seinen Beschimpfungen und Beleidigungen, wie man sie sonst nur auf der Straße hört, jegliche Professionalität aufs Äußerste verletzt. Diese Beleidigungen richteten sich nicht gegen die Öffentlichkeit, sondern gegen die Bank und die Mannschaft von KB Peja. Bei KB Peja spielen Spieler aus Drilonis Heimatstadt, seine Teamkollegen und sein Kapitän in der kosovarischen Nationalmannschaft“, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung von Peja.
„Was will uns Driloni mit diesem Verhalten lehren? Was will er uns mit diesen Beleidigungen lehren? Im Sport gibt es immer Gewinner und Verlierer, aber selten Spieler, die ihre Emotionen nicht im Griff haben und ein verheerendes Beispiel geben. Genau Driloni hat nach dem Spiel in Peja die Situation verschärft, indem er die Zuschauer in Mitrovica zum Hass anstachelte“, schrieb Peja und fügte dem Beitrag das Video von Hajriz’ „Ausraster“ bei.
Drilon Hajrizis Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Er veröffentlichte zwei Videos der familiären Beleidigungen, denen er am vergangenen Sonntag beim Spiel in Peja ausgesetzt war. Sogar das offizielle Mikrofon wurde für die Beschimpfungen missbraucht, die von den Zuschauern im Chor gegen ihn geäußert wurden. Peja wurde daraufhin vom kenianischen Fußballverband (FBK) mit einer Geldstrafe belegt.
Hajrizi bestritt, die Beleidigung an den Peja-Club gerichtet zu haben. Er sagte, es habe sich nur um eine Person gehandelt.
ebenfalls
Peja reagiert auf Drilon Hajrizi
„Ich habe nicht geflucht, das liegt nicht in meiner Natur! Es stimmt, dass ich in Peja aus Protest einen der Organisatoren des Fluchchors gegen mich beleidigt habe, aber keinesfalls die Spieler, geschweige denn den Verein“, schrieb Hajrizi.
Er schrieb weiter, dass Peja ihm 15 Euro schulde.
„Mein Beitrag zu KB Peja ist großartig. Die alten Fans, die wahren ‚Adler‘, wissen das. Diejenigen, die mich angegriffen haben, wollen von ihren eigenen Fehlern ablenken. Anstatt sich mit diesen Idioten abzugeben, sollten sie mir meine Schulden von 15 Euro zurückzahlen. Hier sind die inszenierten Beleidigungen gegen mich. Stellt euch vor, was für ein Mann, der dem Peja-Club so viel gegeben hat!“, heißt es in Hajrizis Beitrag weiter.
Am Sonntagabend werden im städtischen Fitnessstudio in Peja Spannungen erwartet. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Situation nicht eskaliert.
Die Verantwortlichen von Peja haben die Fans um ihre volle Unterstützung gebeten. Sie hoffen trotz der deutlichen Niederlage im dritten Halbfinale auf die Unterstützung der Fans.
ebenfalls
Drilon Hajrizi: Das nächste Finale, das Ergebnis unserer bisherigen Arbeit
Die ersten beiden Halbfinals waren deutlich spannender. Zunächst gewann Trepça in „Minatori“ mit 86:78 gegen Peja, doch die Partie blieb bis zum Schluss offen. Anschließend setzte sich Peja in einem weiteren packenden und interessanten Spiel mit 95:93 gegen „Karagaçi“ durch.
Auch vom vierten Spiel wird ein spannendes und interessantes Spiel erwartet. Vor allem aber hofft man, dass das sportliche Spektakel nicht durch unsportliches Verhalten abseits des Spielfelds überschattet wird.