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Arberi

Surroi: Rambouillet stand kurz vor dem Scheitern, die Geschichte des Kosovo wäre völlig anders verlaufen.

Veton Surroi

Publizist Veton Surroi sagte er, dass die Kosovo-Delegation bei den Verhandlungen in Rambouillet „nur wenige Minuten vom Scheitern entfernt“ gewesen sei, was seiner Meinung nach den historischen Verlauf des Landes völlig verändert hätte. 
Während eines Gesprächs im PIKË-Podcast mit dem Wirtschaftsexperten Muhamet Mustafa erinnerte Surroi daran, dass es in den beiden wichtigsten historischen Momenten für Kosovo zwar Aufrufe zur Einheit gegeben habe, diese aber oft durch äußere Faktoren ausgelöst worden seien. 

„In Rambouillet haben wir uns vereinigt, vor allem weil die Amerikaner es verlangten. Sie traten als Garanten unserer Einheit auf“, gestand er.

Er wies darauf hin, dass die Kosovo-Delegation, obwohl sie als Team agierte, aufgrund interner Meinungsverschiedenheiten kurz davor stand, das Abkommen zu brechen. 

„In Rambouillet standen wir kurz vor dem Scheitern, nur wenige Stunden, wenige Minuten entfernt“, sagte Surroi und betonte, dass selbst die Anwesenheit der US-Außenministerin Madeleine Albright ohne den internen politischen Willen nicht ausgereicht hätte.

Seinen Angaben zufolge konnte die kritische Situation erst gelöst werden, nachdem er eine Kompromissformel vorgeschlagen hatte, die von allen akzeptiert wurde.

„Wir haben das Dokument akzeptiert, und zwar ohne Änderungen, um keine Neuverhandlungen einleiten zu müssen, die das Dokument verwässert hätten. Das hat unsere politische Position gerettet“, sagte Surroi und erinnerte an seine Antwort an die Außenminister, darunter den Italiener Lamberto Dini, der gegen die Kosovo-Delegation war. 

ebenfalls Surroi: Das Rambouillet-Abkommen stand kurz vor dem Scheitern. Arberi Surroi: Das Rambouillet-Abkommen stand kurz vor dem Scheitern.

Er kam zu dem Schluss, dass trotz des guten Willens der Großmächte eine Einigung ohne innere Bereitschaft nicht möglich ist.

„Nicht einmal der gute Wille einer Supermacht kann einen zur Kooperation zwingen, wenn man nicht will“, fügte Surroi hinzu.

Surroi sprach auch über den Wiener Prozess und sagte, dass dieser besser funktioniert habe, weil er unter anderen Umständen, ohne Lebensgefahr und mit Unterstützung internationaler Freunde stattfand.
 

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