Die Demokratische Partei des Kosovo hat ihre Empörung, Enttäuschung und ihren Widerstand gegen das heutige Urteil des Sondergerichtshofs in Den Haag gegen Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Jakup Krasniqi und Rexhep Selim zum Ausdruck gebracht.
In einer Pressemitteilung schrieb er, dass heute in Den Haag die Rechte derjenigen, die für Freiheit, Überleben und Befreiung vom serbischen Staatsregime gekämpft haben, das die Albaner des Kosovo getötet, vertrieben und terrorisiert hat, schwer beeinträchtigt wurden.
„Für uns ist dieses Urteil eine große Ungerechtigkeit, da es auf Behauptungen und Materialien beruht, die unserer Ansicht nach über Jahre hinweg vom Staatsapparat und der serbischen Propaganda erfunden und gepflegt wurden, um den gerechten Krieg der Kosovo-Befreiungsarmee zu kriminalisieren“, heißt es in der Stellungnahme der PDK.
Laut dieser Partei mag dieses Urteil in Den Haag gefällt worden sein, aber die Geschichte des Kosovo wurde im Kosovo selbst geschrieben – mit Opfern, Blut und dem Kampf für die Freiheit. Sie könne heute nicht umgeschrieben werden.
„Unsere Geschichte wurde geschrieben von unserem Volk, das ums Überleben kämpfte, von Tausenden von Märtyrern und Gefallenen, von Hunderttausenden von Bürgern, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und von einem historischen Bündnis mit der demokratischen Welt, das 1999 der Repression und ethnischen Säuberung des serbischen Regimes im Kosovo ein Ende setzte. Der Aggressor war Serbien. Das Opfer war der Kosovo. Und die Kosovo-Befreiungsarmee war die Antwort unseres Volkes, das in Freiheit leben wollte. Kein Urteil kann diese Wahrheit ändern“, heißt es in der Stellungnahme weiter.
Es wird ferner erklärt, dass Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Jakup Krasniqi und Rexhep Selimi nicht nach Den Haag gingen, um sich der Justiz zu entziehen, sondern dass sie freiwillig darauf reagierten, in der Überzeugung, dass die Wahrheit siegen würde.
Daher erklärte er, die heutige Entscheidung sei ein schwerer Schlag für den Kampf der UÇK, die Freiheit, die Unabhängigkeit und den Staat Kosovo.
„Die Bürgerinnen und Bürger des Kosovo sind heute verletzt und enttäuscht über dieses ungerechte Urteil. Die PDK wird sich diesem Urteil mit Argumenten, allen demokratischen Mitteln und in jedem Forum entgegenstellen, in dem die Wahrheit über den Kosovokrieg verteidigt werden muss. Für uns war der Krieg der UÇK gerechtfertigt, verteidigend und befreiend. Und die Menschen, die den Krieg und die politischen Prozesse anführten, die zur Freiheit und zum Staat Kosovo führten, können nicht durch ein Gerichtsurteil aus der Geschichte getilgt werden. Heute ist ein schwerer Tag für den Kosovo. Doch heute endet weder die Geschichte noch der Kampf um die Wahrheit“, heißt es in der Stellungnahme weiter.