Im Gespräch im PIKċ-Podcast mit dem Publizisten Veton SurroiDer Wirtschaftsexperte und ehemalige politische Aktivist Muhamet Mustafa schilderte seine Erfahrungen in der Zeit vor und während der Demonstrationen im März 1981 und enthüllte dabei unbekannte Details über die Atmosphäre, die Spannungen und die Anzeichen, die vor dem Ausbruch der Studentenproteste warnten.
Mustafa erklärte, dass es Ende der 70er Jahre unterschwellige Spannungen und inszenierte Vorfälle gegeben habe, die seiner Ansicht nach auf die Möglichkeit einer Manipulation der Situation hindeuteten. Er nannte einen Fall aus dem Jahr 1980 in Fushë-Kosovo Polje, wo ein verkauftes Haus neben einer Kirche in eine Moschee umgewandelt wurde, was zu organisierten Protesten und Druck auf die Anwohner führte.
Laut Mustafa waren die Probleme auch im Studentenwohnheim offensichtlich. Er habe sich persönlich ein Bild von den Zuständen in den Wohnheimen, der Mensa und den Toiletten gemacht, die er als „sehr schlecht“ bezeichnete. Mustafa sagte, die Situation sei so gewesen, dass „jeder die Studenten zum Protest hätte anstiften können“.
Er beschrieb auch den Moment, als er von den Demonstrationen vom 11. März 1981 erfuhr. Nachdem er von den damaligen Anführern aufgefordert worden war, herauszukommen und mit den Studenten zu sprechen, begab sich Mustafa zum Komitee, wo er versuchte, die Demonstranten davon zu überzeugen, ins Studentenzentrum zurückzukehren und ihre Forderungen zu besprechen.
„Als wir hineingingen, fragte ich sie: Was wollt ihr? Ich stimmte den Bedingungen vollkommen zu und sagte ihnen, dass sie sich verbessern würden. Doch dann flüsterte mir jemand ins Ohr: ‚Wir wollen eine Republik‘“, gestand Mustafa.
Er sagte, er habe die Aussage damals als unerwartet und unmöglich aufgefasst und gedacht, es handle sich vielleicht sogar um einen Scherz, aber er betrachtete sie als frühes Signal politischer Forderungen, die später deutlicher formuliert werden würden.
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Mustafa nennt die möglichen Gründe, warum Rrahman Morina gegen Kosovo aussagte.
Mustafa erklärte, er habe bis spät in die Nacht versucht, einen Dialog zu führen, doch die Studenten seien „nicht gesprächsbereit“ gewesen. Seinen Angaben zufolge schritt die Polizei ein, um die Versammlung aufzulösen, einige Demonstranten wurden zwar zur Vernehmung mitgenommen, später aber wieder freigelassen.
Er fügte hinzu, dass bei der Sitzung des Provinzkomitees am 12. oder 13. März die schwierige soziale Situation im Studentenzentrum erörtert wurde, aber auch die Möglichkeit externer Interventionen zur Destabilisierung der Lage im Kosovo offengelassen wurde.
Mustafa schloss die Geschichte mit der Feststellung, dass all dies Signale seien, die, wenn man sie sorgfältig analysierte, „hätten erkannt werden müssen, dass sie manipuliert werden und zu einem großen Protest hätten führen müssen“, aber seiner Meinung nach hätten die Institutionen nicht die notwendige Aufmerksamkeit gezeigt.