Diplomatenkreise haben bekannt gegeben, dass die Europäische Kommission Pläne zur Aufhebung einiger Maßnahmen gegen Kosovo vorbereitet, konkret etwa 50 Prozent davon. Dies bedeutet die Freigabe von rund 200 Millionen Euro aus derzeit eingefrorenen Geldern. Diese Einschätzung der EU wurde durch die Übertragung der lokalen Selbstverwaltung im Nordkosovo ermöglicht und dürfte in die Schlussfolgerungen einfließen, die die Minister der EU-Mitgliedstaaten am Dienstag in Brüssel im Rahmen der Erweiterungsdebatte erörtern und möglicherweise verabschieden werden.
Der Entwurf der Schlussfolgerungen besagt, dass der Rat der EU seine bisherigen Positionen bekräftigt und die Aufhebung der verbleibenden Maßnahmen gegen Kosovo begrüßt. Allerdings enthält der Text keine klaren Angaben zu den Fristen und dem Modalitäten der Aufhebung. Diplomatenkreise erklären, dass die praktische Entscheidung über die Aufhebung der Maßnahmen zwar bei der Europäischen Kommission liegt, der Rat aber seine politische Zustimmung erteilt hat.
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Das Schicksal der Maßnahmen gegen Kosovo hängt maßgeblich von der Europäischen Kommission ab. Einige Mitgliedstaaten lehnen eine sofortige Aufhebung vor den Wahlen am 28. Dezember ab und befürworten ein schrittweises Vorgehen, obwohl die meisten EU-Länder eine vollständige und sofortige Aufhebung bevorzugen würden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Schlussfolgerungen aufgrund anderer im Dokument enthaltener Punkte nicht angenommen werden.
In den Schlussfolgerungen zu Kosovo und Serbien wird die EU ihr Bedauern über die mangelnden Fortschritte bei der Umsetzung der Dialogabkommen zum Ausdruck bringen. Von Kosovo wird erwartet, dass es die Gründung des Verbandes serbisch-mehrheitlicher Gemeinden einleitet, während Serbien verpflichtet wird, die Dokumente und Symbole Kosovos anzuerkennen, seinen Widerstand gegen dessen Mitgliedschaft in internationalen Organisationen aufzugeben und konkrete Schritte zu unternehmen, um die Verantwortlichen für die Gewalttaten von 2023, einschließlich der Angriffe auf KFOR-Soldaten, Medienvertreter und Zivilisten, zur Rechenschaft zu ziehen.
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