Pristina und Graz liegen über 1200 Kilometer voneinander entfernt. Eine direkte Fahrt mit dem Auto dauert über 11 Stunden. Ganz anders ist die Geschichte von mehr als 20 Tänzern, Technikern und Teammitgliedern des Nationalballetts des Kosovo, die im Mai 2015 in die österreichische Stadt reisten, um eine auf Kriegsgeschichten basierende Choreografie zu präsentieren.
Der Abstand verdoppelte sich, als der Bus am kroatischen Grenzübergang anhielt. Von der österreichischen Botschaft in Pristina ausgestellte Einwegvisa schränkten die Bewegungsfreiheit aus Kroatien ein. Ein Passstempel würde die Tänzer daran hindern, ihr Ziel zu erreichen.
Somit würde der Bus umkehren, Richtung Serbien. Ungarn und Slowenien durchqueren und erst nach knapp 25 Stunden in Graz ankommen. Trotz der Erschöpfung von der langen Reise erhielten die Tänzer am nächsten Tag etwa 7 Minuten lang Applaus, als sie auf der Bühne des österreichischen Schauspielhauses Graz die von Darrel Toulon choreografierte Show „Deine Geschichten, meine Geschichte“ aufführten. Ein gutes Bild für Kosovo, das Europa sehen sollte, was durch die Ballettshow der damaligen österreichischen Abgeordneten Ulrike Lunacek bewertet wurde, die über Kosovo in der Europäischen Union berichtete... (Sie können den vollständigen Artikel in der heutigen Ausgabe von Koha Ditore lesen)
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