Die Schweiz könne auf Anfrage und mit Zustimmung der Regierung Truppen zu einer künftigen Friedensmission in der Ukraine beitragen, sagte Armeechef Thomas Süßli in einem am Sonntag veröffentlichten Interview.
"Wir könnten wahrscheinlich in neun bis zwölf Monaten rund 200 Soldaten abziehen", sagte Süßli gegenüber der Zeitung "SonntagsBlick". Er betonte, dass es Sache der Regierung und des Parlaments sei, zu entscheiden, ob die Schweiz dazu aufgefordert werde, berichtet Reuters.
Die Gespräche über die Entsendung von Friedenstruppen seien vorerst rein hypothetisch, da unklar sei, wie sich die Situation zwischen Russland und der Ukraine entwickeln werde, so Süßli.
„Es herrscht noch kein Frieden und es liegt auch keine Anfrage der Vereinten Nationen vor“, fügte er hinzu.
Die neutrale Schweiz beteiligt sich an mehreren Friedensmissionen auf der ganzen Welt. Die grösste davon befindet sich im Kosovo, wo sie Soldaten zur Unterstützung der KFOR entsendet.
Drei Jahre nach der umfassenden Invasion Russlands im Jahr 2022 haben die europäischen Mächte im Rahmen ihrer diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts die Möglichkeit diskutiert, Friedenstruppen in die Ukraine zu entsenden.
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