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DIE WELT

Italiener stellen KI-gesteuerte Kuppel zum Schutz Europas vor

Italiener stellen KI-gesteuerte Kuppel zum Schutz Europas vor

Das italienische Rüstungsunternehmen Leonardo hat Pläne für einen mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteten Schutzschild vorgestellt, der Städte und kritische Infrastrukturen inmitten geopolitischer Spannungen schützen soll.

Das als „Michelangelo-Kuppel“ bezeichnete Schutzschild wurde laut Angaben des Unternehmens entwickelt, um kritische Infrastrukturen, sensible städtische Gebiete und Anlagen von nationaler und europäischer strategischer Bedeutung zu schützen.

Das Unternehmen strebt an, das Projekt bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig in Betrieb zu nehmen, berichtete CNBC.

Die Michelangelo-Kuppel wurde am Donnerstag enthüllt, und Leonardo sagt, sie funktioniere anders als andere Kuppeln, da sie Sensoren der nächsten Generation in den Bereichen Land, See, Luft und Weltraum sowie Cyberabwehrplattformen, befehlsgesteuerte Systeme und künstliche Intelligenz integriere.

Das Unternehmen erklärte, dadurch werde ein Sicherheitsnetz geschaffen, das eine Vielzahl von Bedrohungen erkennen, verfolgen und neutralisieren könne, darunter Hyperschallraketen, Drohnen, Angriffe von der Marine und aus dem Wasser sowie feindliche Bodentruppen – selbst bei groß angelegten koordinierten Angriffen.

Das Unternehmen teilte mit, dass es außerdem mehrere Sensoren und Vorhersagealgorithmen nutzen könne, um feindliche Aktivitäten vorherzusehen und automatisch zu koordinieren, welche Gegenmaßnahmen am effektivsten sein werden.

ebenfalls Meinung Die fehlende Zutat für Europas technologische Souveränität

Europa hat seine Verteidigungsausgaben erhöht, seit US-Präsident Donald Trump als Reaktion darauf angekündigt hatte, die finanzielle Unterstützung für die NATO möglicherweise zu reduzieren.

Im Oktober 2022 startete Europa die Luftverteidigungsinitiative der Europäischen Weltraumorganisation (ESSI), die darauf abzielt, die Verteidigung des Kontinents gegen Luftbedrohungen nach dem umfassenden Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 zu stärken. Es ist noch nicht bekannt, ob Leonardos neue Technologie in das ESSI-Programm integriert wird.