Der Kosovo wurde durch drei Mordfälle innerhalb von 24 Stunden in der Gemeinde Vushtrri schockiert. Ein Mann beging am Montag Selbstmord und anschließend Selbstmord, am Sonntag wurde ein 19-Jähriger von einem Gleichaltrigen getötet.
Die Psychologin Atifete Syla sagte, dass Gewalt und Mord Phänomene seien, deren Hauptursache die Familie sei, und dass es darüber hinaus noch weitere Einflussfaktoren gebe.
„Einer der Gründe für die Zunahme dieses Phänomens (Gewalt und Morde) ist die Familie, insbesondere unter jungen Menschen, Heranwachsenden und Kindern. Die Familie ist die Grundlage … Soziale Netzwerke haben einen großen Einfluss. Die Konfrontation mit Gewaltbildern oder Videospielen. Ein weiterer Faktor ist der wirtschaftliche. Aber die Grundlage ist die Familie“, sagte sie in der Sendung „60 Minutes“ auf KTV.
Die gar nicht so seltenen Mordfälle im Kosovo kämen laut Syla auch deshalb vor, weil ein Großteil der Gesellschaft unter posttraumatischen Belastungsstörungen durch den Krieg leide oder die Kinder nun in einer Familie aufwachsen würden, die darunter leide.
„Wir sind eine Gesellschaft, die aus dem Krieg hervorgegangen ist. Die Mehrheit der Menschen leidet unter posttraumatischem Kriegsstress. Gleichzeitig sind junge Menschen, obwohl sie keinen Krieg erlebt haben, in Familien aufgewachsen, die unter posttraumatischem Kriegsstress leiden. Eine weitere Auswirkung hat die Pandemie, die die Traumata wieder aufleben ließ. Ein weiterer Grund ist die Bombardierung mit Informationen über Kriege, da wir in einer Gesellschaft leben, die aus dem Krieg hervorgegangen ist. Ein weiterer Grund ist der Wandel, die unterschiedlichen Mentalitäten, Kulturen und Technologien, auf die wir unvorbereitet waren. Diese Faktoren haben zur Verschlechterung der psychischen Gesundheit in unserer Gesellschaft beigetragen“, sagte sie.
Syla sagte, dass Angststörungen eine der häufigsten Störungen in unserer Gesellschaft seien.
ebenfalls
Bis 2025 wird sich die Gewalt in und um Schulen verdoppeln.
Unterdessen hielt der Sicherheitsrat der Gemeinde Vushtrri am Dienstag eine Sitzung ab und ergriff mehrere Maßnahmen. Albanez Tahiraj, Bildungsdirektor der Gemeinde Vushtrri, sagte, es würden Schritte unternommen, um solche Fälle zu verhindern.
„Es wurden verschiedene Maßnahmen bzw. Empfehlungen ergriffen, die morgen in Kraft treten werden. Dazu gehören verstärkte Polizeistreifen, regelmäßige Treffen mit Eltern, die Überwachung von Geschäftsräumen und Räumlichkeiten mit Videospielen sowie die Organisation von Sensibilisierungskampagnen“, sagte er.