Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit des Kosovo (NIPHK) gab am Mittwoch bekannt, dass vom 5. bis 13. Mai 2025 neun neue Masernfälle im Land gemeldet wurden. Fälle wurden in Ferizaj (4), Shtime (2) sowie jeweils ein Fall in Lipjan, Gracanica und Fushë-Kosovo Polje identifiziert.
Den Daten des NIPHK zufolge handelt es sich bei allen Fällen um Kinder, die nicht mit dem MMR-Impfstoff (Masern, Röteln und Mumps) geimpft wurden. Sieben von ihnen sind 1–2 Jahre alt, während in zwei Fällen ein Alter von 4–5 Jahren vorliegt.
Das Institut betont, dass es sich dabei nicht mehr nur um aus dem Ausland „importierte“ Fälle handele, sondern um innerhalb der Bevölkerung des Kosovo aufgetretene Masernfälle – eine direkte Folge der fehlenden Impfung.
Das NIPHK erinnerte in seiner Ankündigung daran, dass Masern eine sehr ernste Krankheit seien, die sechsmal ansteckender als die Grippe sei. Experten zufolge kann es bei jedem fünften Maserninfizierten zu schweren gesundheitlichen Komplikationen kommen, beispielsweise zu Mittelohrentzündungen, Lungenentzündung, dauerhaftem Hörverlust, Gehirnentzündung und in manchen Fällen sogar zum Tod.
Am stärksten gefährdet sind ungeimpfte Kinder unter fünf Jahren.
Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit (NIPHK) hat zu einer dringenden Impfung von Kindern in städtischen Gesundheitszentren aufgerufen.
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In Kosovo wurden etwa zwei Monate lang 40 Masernfälle gemeldet.
„Der MMR-Impfstoff wird in zwei Dosen verabreicht: die erste im Alter von 12 Monaten und die zweite im Alter von 6 Jahren. Der Impfstoff wird seit mehr als 60 Jahren verwendet und gilt als sehr sicher und wirksam. Er bietet einen nahezu vollständigen Schutz vor Masern“, heißt es in der Mitteilung.
Das Institut hat außerdem Bildungseinrichtungen angewiesen, Eltern über die obligatorische Impfung von Kindern gemäß dem Informationsrundschreiben Nr. 05/2005 zu informieren. Die Umsetzung dieser Verordnung wird von den zuständigen Aufsichtsbehörden überwacht.