Die seit Mitte letzten Jahres thematisierte Idee einer Änderung der Grenze zwischen Kosovo und Serbien als mögliche Lösung für eine rechtsverbindliche Einigung zwischen den beiden Ländern hat im Kosovo heftige Debatten angeheizt.
In der Meinung wurde diese Idee in verschiedenen Formen, Optionen und Konzepten gesehen, etwa als Grenzkorrektur, als Teilung des Kosovo und als Austausch von Territorien zwischen den beiden Ländern.
Doch was sind die Unterschiede zwischen diesen Konzepten?
Der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichts des Kosovo, Enver Hasani, Professor für Recht und Internationale Beziehungen an der Universität Pristina, sagt im Gespräch mit Radio Free Europe, dass die Unterschiede zwischen diesen drei Konzepten tiefgreifend und erheblich seien.
Ihm zufolge handelt es sich bei der Grenzkorrektur um eine internationale Praxis, die in den letzten Phasen der Grenzsetzung, nämlich der Grenzziehung und Feldmarkierung, in Fällen angewendet wird, in denen die Grenze zwischen zwei Staaten definiert und die Kriterien dafür festgelegt werden seine Identifizierung ist bekannt.
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„Die Korrektur bedeutet keine Änderung der territorialen Souveränität. Die Zersplitterung und der Austausch von Territorien bedeuten hingegen eine Veränderung der territorialen Souveränität. Die Korrektur (der Grenze), die Polizeistellen, die öffentliche Gewalt des Kosovo ändern sich nicht, es bleibt, wie es war. An manchen Stellen geht es etwa 500 Meter weiter, an anderen sogar noch weiter. Durch den Austausch bzw. Austausch von Territorien ändert sich jedoch die territoriale Souveränität völlig, von Polizei, Armee, Zoll, Steuern, Staatsbürgerschaft, Auslandsschulden, Eigentum und allem, was mit territorialer Souveränität zusammenhängt. Was Serbien anstrebt, ist die Fragmentierung (Trennung) des Kosovo. „Es ist nicht die Rede von einem Gebietsaustausch, sondern von einer Zerstückelung des Kosovo, um den serbischen Hegemonialgelüsten entgegenzukommen“, betonte Hasani.
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