Der kosovarische Haushalt hat im vergangenen Jahr allein durch Zölle auf aus EU-Ländern importierte Fahrzeuge 171 Millionen Euro eingenommen. Der amtierende Premierminister hat die Abschaffung des zehnprozentigen Zolls versprochen, eine Entscheidung hierzu steht jedoch noch aus. Die Abschaffung des Zolls ist zudem eine Verpflichtung, die Kosovo mit der Unterzeichnung des Sicherheitsassoziationsabkommens (SAA) übernommen hat.
Der Wert der Fahrzeuge, die Kosovo im vergangenen Jahr aus Ländern der Europäischen Union (EU) importierte, beträgt über 570 Millionen Euro.
Und aus den Steuern auf ihre Einfuhr wurden die Staatskassen mit 171 Millionen Euro gefüllt, einschließlich 10 Prozent Zollgebühren, Verbrauchssteuer und 18 Prozent Mehrwertsteuer, dem Betrag, den die Bürger beim Kauf der Fahrzeuge zahlten.
Laut offiziellen Angaben hat der Staatshaushalt allein durch die 10-prozentige Zollabgabe über 40 Millionen Euro eingenommen.
Der amtierende Premierminister Albin Kurti hat jedoch versprochen, diese Zollverpflichtung nach seinem Amtsantritt für eine dritte Amtszeit abzuschaffen.
„Der zehnprozentige Zoll für Fahrzeuge, die aus Ländern der Europäischen Union importiert werden, wird abgeschafft, was die Kosten für den Fahrzeugkauf für die Bürger senken wird“, versprach er.
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Die Senkung der Zölle bis hin zu deren vollständiger Abschaffung ist eine Verpflichtung, die Kosovo mit dem Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) eingegangen ist, das am 1. April 2016 in Kraft trat.
Demnach sollte die Abschaffung der Zölle ab dem 1. Januar des sechsten Jahres nach Inkrafttreten des SAA erfolgen, also drei Jahre früher.
KOHA bittet seit mehreren Tagen um eine Stellungnahme des Zolls zu den Gründen für die Nichtumsetzung dieses Punktes, hat aber keine Antwort erhalten.
Aktuell fallen für Neuwagen aus EU-Ländern keine Zollgebühren an, sondern lediglich Verbrauchssteuer und Mehrwertsteuer.
Die Regierung des Kosovo hat sich zu diesem Thema ebenfalls nicht geäußert.
Vertreter der Regierungspartei erklären jedoch sowohl im Wahlkampf für die Wahlen am 9. Februar als auch im Wahlkampf für die Wahlen am 28. Dezember, dass die Steuer abgeschafft und die Kriterien für den Herkunftsnachweis vereinfacht würden.
„Es ist außerdem geplant, die Kriterien für die Ursprungserklärung zu lockern, da es bei gängigen Fahrzeugen bisher schwierig war, ihre europäische Herkunft festzustellen, weshalb sie nicht von der Steuer befreit wurden. Mit den geplanten Maßnahmen wird auch dieser Punkt geklärt, und Fahrzeuge aus Europa werden von dieser Steuer befreit“, sagte Hekuran Murati, der amtierende Finanzminister.
Dasselbe betonte auch Hysen Durminshi, der als Infrastrukturminister fungiert.
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Zolleinnahmen: 1.3 Milliarden Euro, das sind rund 71 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
„Wir werden den zehnprozentigen Zoll und die zehnjährige Einfuhrbeschränkung für Autos aus der EU aufheben und die Abgasnormen an europäischen Standards ausrichten“, sagte er.
Laut Zollangaben wurden seit 2022 Fahrzeuge im Wert von über 1,97 Milliarden Euro nach Kosovo importiert.