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IKL: Kosovo riskiert einen Verlust von 166 Millionen Euro, wenn bis Ende des Jahres keine Institutionen gebildet werden.

Das Ziel der Regierung des Kosovo

Das Ziel der Regierung des Kosovo

Kosovo riskiert den Verlust eines erheblichen Teils der Mittel aus dem Wachstumsplan der Europäischen Union, sollte das Land weiterhin ohne etablierte und funktionsfähige Institutionen auskommen müssen. Naim Jakaj, leitender Forscher am Kosovo Law Institute (KLI), kommentierte die aktuelle politische Lage und die Möglichkeit erneuter Wahlen und erklärte, die Folgen des Fehlens von Institutionen seien gravierend und in manchen Fällen sogar irreparabel.

In einem Interview mit Ekonomia Online betonte Jakaj, dass es seiner Aussage nach in den letzten zwei Jahren in Kosovo zu einem Zusammenbruch des Konstitutionalismus, der Legalität und des demokratischen Prozesses gekommen sei, und warnte gleichzeitig davor, dass der Mangel an legitimen und legalen Institutionen auch den Nutzen aus EU-Geldern gefährde.

“Ajo çka po ndodh dy vitet e fundit ka të bëjë me rrënim të kushtetutshmërisë, ligjshmërisë dhe procesit demokratik në Republikën e Kosovës. Edhe duke mos pasur institucione stabile, legjitime dhe legale, Kosova ka humbur shumë dhe do të humbet edhe më shumë në rast se vazhdon një situatë e tillë. Veçanërisht te plani i rritjes i Bashkimit Evropian, fondet të cilat një pjesë e tyre janë donacione, dhuratë për Kosovën, që Kosova fatmirësisht i ka marrë për arsye që e konstituojë Kuvendin në vitin 2025 për aq sa jetoi ajo legjislaturë, 61 milionë euro, në ndërkohë ne rrezikojmë që të mos i marrim një pjesë tjetër ose me vështirësi t’i marrim në një periudhë tjetër të mëvonshme, një pjesë tjetër bukur të madhe të të parave”, ka deklaruar ai.

Laut Jakaj hat Kosovo allein bis Ende Juni mehr als 50 Millionen Euro verloren, und das Risiko weiterer Geldverluste besteht im gesamten restlichen Jahr fort.

„Wir wissen, dass wir bis Ende Juni mehr als 50 Millionen Euro verloren haben, und für den Zeitraum von Juni bis Ende Dezember besteht die Gefahr, dass wir nicht die gesamten 166 Millionen Euro aus dem Wachstumsplan erhalten. Dies ist hauptsächlich auf das Fehlen legitimer und rechtmäßiger Institutionen zurückzuführen, da ein Großteil der notwendigen Aktivitäten und Maßnahmen, damit diese Gelder in den Kosovo fließen, nur mit einer funktionsfähigen Versammlung und einer neuen, legitimen und rechtmäßigen Regierung abgeschlossen werden kann“, erklärte der IKL-Forscher gegenüber Ekonomia Online.

Er erklärte, dass ein Großteil der Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um von diesen Geldern zu profitieren, in direktem Zusammenhang mit der Funktionsweise der Institutionen des Kosovo steht.

„Da es sich bei einigen der von uns ergriffenen Maßnahmen und Aktionen um Gesetzesentwürfe handelt, betrifft ein Großteil davon die Verabschiedung verschiedener Strategien, andere wiederum kollegiale und individuelle Gremien mit umfassenden Befugnissen, die sich aus vollwertigen Mitgliedern zusammensetzen und auf Grundlage der Verfassung und der Gesetze ein Jahr lang ununterbrochen arbeiten. Ohne diese Institutionen wären die Folgen für das Land in manchen Bereichen gravierend, ja sogar irreparabel“, erklärte er.

Auf die Frage, ob Kosovo von dem Wachstumsplan profitieren könnte, wenn es zwar gelänge, eine Versammlung gebildet zu werden, das Land aber aufgrund des Scheiterns der Präsidentschaftswahl Neuwahlen abhalten müsse, antwortete der IKL-Forscher, dass eine solche Möglichkeit bestehe.

Jakaj sagt, dass Kosovo von den bereitgestellten Geldern profitieren kann, wenn es der Versammlung und der Regierung gelingt, handlungsfähig zu werden und die erforderlichen Maßnahmen innerhalb der Frist zu ergreifen.

„Ja, wenn eine Versammlung schnell gebildet wird, die 60-Tage-Frist für die Wahl des Präsidenten abläuft und bis dahin kein Präsident gewählt ist oder wenn bis dahin kein Präsident gewählt ist, wie es das Urteil des Verfassungsgerichts vorsieht, kann Kosovo von den Mitteln des Wachstumsplans profitieren. Diese Mittel können uns für die Regierung und andere Institutionen ausgezahlt werden, jedoch nur, wenn es dieser Versammlung und der aus ihr hervorgehenden legitimen und rechtmäßigen Regierung gelingt, einen Großteil bestimmter Gesetzesentwürfe zu verabschieden, für die sozusagen vollständige und legitime Anträge aus dem Wachstumsplan vorliegen“, sagte der Forscher.

Er warnte jedoch davor, dass die zur Verfügung stehende Zeit sehr kurz sein werde und dass die Institutionen mit außerordentlicher Intensität arbeiten müssten, um die im Wachstumsplan geforderten Bedingungen zu erfüllen.

„Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, kann Kosovo davon profitieren, aber sowohl die Nationalversammlung als auch die Regierung müssen, wie bereits erwähnt, 18 Stunden am Tag arbeiten. Mit nur sechs Stunden Schlaf. Das heißt, diese Arbeiten und die damit verbundenen Gelder lassen sich nicht mit normaler Arbeit erledigen, sondern nur durch außerordentliche Anstrengungen, bei denen Regierung, Nationalversammlung und andere Institutionen ununterbrochen arbeiten, jedoch nicht zu den üblichen Arbeitszeiten“, fügte Jakaj hinzu.

Die Versammlung des Kosovo hat am 13. Februar 2026 internationale Abkommen mit der Europäischen Union, den sogenannten Wachstumsplan, gebilligt, die dem Kosovo Vorteile von mehr als 880 Millionen Euro bringen sollen.

Wie Finanzminister Hekuran Murati bekannt gab, sieht dieser Plan ein Drittel als Zuschuss und 629 Millionen Euro als Darlehen vor. Er erklärte, die Mittel würden auf Grundlage der von Kosovo durchgeführten Reformen freigegeben.

Die Versammlung stimmte dem Abkommen mit 104 Ja-Stimmen zu. Fünf Abgeordnete der serbischen Liste enthielten sich der Stimme.

Die Europäische Union hatte Ende 2023 ein 6 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für den Westbalkan verabschiedet. Aufgrund der Blockade im Parlament liegt es nun schon seit mehreren Monaten auf Eis.

Diese Gelder wurden für den Zeitraum 2024-2027 bewilligt.