Der Politologe Ramadan Baraliu schätzt ein, dass die Forderung der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK) nach dem Präsidentenamt das Haupthindernis für Verhandlungen mit der Vetëvendosje-Bewegung über eine politische Einigung darstellen könnte.
Zu den Entwicklungen im Anschluss an das Treffen zwischen dem amtierenden Premierminister Albin Kurti und dem Vorsitzenden der LDK, Lumir Abdixhiku, sagte Baraliu, dass öffentliche Äußerungen mehrere Hinweise auf die mögliche Richtung der Verhandlungen gegeben hätten.
„Wir haben mehrere Mitteilungen über die Richtung der laufenden Verhandlungen erhalten. Kurti hat deutlich gemacht, dass er niemandem mehr Macht geben kann, als ihm die Bürger übertragen haben, und dass die Präsidentschaftsfrage außerhalb der bestehenden politischen Strukturen des Landes diskutiert werden sollte. Das bedeutet, dass auch PDK und AAK eingeladen werden“, sagte Baraliu.
Seinen Angaben zufolge strebt die LDK den Posten des Präsidenten an, was ein Hindernis für diese Verhandlungen darstellen könnte.
„Die LDK strebt die Präsidentschaft an und hat in diesem Zusammenhang erklärt, dass sie kein Interesse am Amt des Parlamentspräsidenten hat. Dies dürfte der Hauptstreitpunkt in diesen Verhandlungen sein und sich auf die endgültige Vereinbarung auswirken“, sagte er.
Nach dem heutigen dreistündigen Treffen erklärte Kurti, dass noch keine Einigung erzielt worden sei, während Abdixhiku verkündete, dass sie kein Interesse am Amt des Parlamentspräsidenten hätten, und andeutete, dass sie an der Präsidentschaft interessiert seien.
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