Präsidentin Vjosa Osmani hat den Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission, Kreshnik Radoniqi, aufgefordert, sich angesichts der serbischen Einmischung für den Schutz der Integrität des Wahlprozesses bei den Kommunalwahlen am 12. Oktober einzusetzen.
In einer Pressemitteilung des Präsidiums vom Donnerstag hieß es, Osmani habe bei seinem Treffen mit Radonić besonders auf die direkte Einmischung Serbiens in die Kommunalwahlen hingewiesen. Osmani forderte die internationale Gemeinschaft auf, Handlungen zu verurteilen, die den Willen der Bürger verletzen.
„Bei diesem Treffen legte Präsidentin Osmani besonderen Wert auf die direkten Eingriffe Serbiens in die Kommunalwahlen, ein Phänomen, das sich seit Jahren wiederholt und sich in Stimmenkauf, externer Einmischung, Einschüchterung und Gewalt äußert. Bei dieser Gelegenheit verurteilte die Präsidentin die Eingriffe des offiziellen Belgrads aufs Schärfste und forderte ein uneingeschränktes Engagement für den Schutz der Integrität des Wahlprozesses. Sie appellierte außerdem an alle politischen und institutionellen Akteure sowie an die internationale Gemeinschaft, zum Schutz der freien Wahl beizutragen und alle illegalen Handlungen zu verurteilen, die den demokratischen Willen der Bürger der Republik Kosovo verletzen“, heißt es in der Erklärung.
Eine Woche vor den Kommunalwahlen hat der serbische Präsident Aleksandar Vučić den Kosovo-Serben mehr Arbeitsplätze im parallel funktionierenden Gesundheitssektor versprochen.
In einer Sendung auf dem regierungsnahen Sender Pink sagte Vučić, er werde 400 neue Arbeitsplätze zur Unterstützung der Kosovo-Serben schaffen.
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