Die Vetëvendosje-Bewegung hat nach Auszählung von etwa 20 Prozent der Briefwahlstimmen 51 Sitze in der Kosovo-Versammlung erreicht. Allein bei dieser Auszählung erhielt sie mehr als 69 Prozent der Stimmen.
Dies ist der dritte Sitz, den Vetëvendosje bisher durch die Auszählung der Stimmen aus der Diaspora errungen hat. Bei der vorläufigen Auszählung in den Wahllokalen im Kosovo hatte die Partei 48 Sitze gewonnen.
Und während es in den letzten beiden Wahlkreisen die Mandate der Demokratischen Partei des Kosovo (23) und der Demokratischen Liga (19) reduzierte, hat das Bündnis nun einen Sitz verloren und ist von 8 in der vorherigen Prognose auf 7 gefallen.
Rein rechnerisch könnte VV, wenn sich der aktuelle Trend bei den verbleibenden Stimmen fortsetzt, mindestens einen weiteren Sitz in der Nationalversammlung gewinnen.

In der Gesamtwertung liegt VV mit 44.6 Prozent an zweiter Stelle. PDK folgt mit 20.5 Prozent auf dem zweiten Platz, LDK mit 17.26 Prozent auf dem dritten und AAK mit knapp 7 Prozent.
Die Zentrale Wahlkommission hat rund 85 Briefumschläge mit Wahlzetteln aus der Diaspora eingezogen. Bislang wurden die Daten von etwa 11 Stimmen ausgewertet.
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Bei noch über 40 ausstehenden Stimmen errang VV aus der Diaspora 4 Sitze.
61 Stimmen reichen aus, um die Regierung zu bilden und gleichzeitig den Parlamentspräsidenten zu wählen. Beim letzten Mal bildete VV die Regierung allein, in Zusammenarbeit mit Partnern aus den Minderheiten.
Für die Präsidentschaftswahl ist die Zustimmung von mindestens 80 Abgeordneten erforderlich. Diese Frage führte zu den Wahlen am 7. Juni.
Rund 725 Bürger gaben bei den Wahlen am Sonntag ihre Stimme ab, während über 100 im Ausland lebende Bürger entweder in diplomatischen Vertretungen oder per Post wählten.