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Wahlen 2025

Hamza fordert vollständige Neuauszählung der Stimmen.

Bedri Hamza

Foto: Archiv

Der Vorsitzende der Demokratischen Partei des Kosovo (PDK), Bedri Hamza, hat eine Neuauszählung aller Stimmen der Wahlen vom 28. Dezember beantragt. 

Er kam zu dem Schluss, dass die bei der teilweisen Neuauszählung der Stimmen festgestellten gravierenden Unstimmigkeiten besorgniserregend sind. 

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„Unter diesen Umständen bin ich als Vorsitzender der PDK der Ansicht, dass eine vollständige Neuauszählung der Stimmen im gesamten Kosovo ein notwendiger und gerechter Schritt ist. Die zuständigen Institutionen haben eine verfassungsmäßige Verpflichtung, unverzüglich zu handeln, um die Integrität des Wahlprozesses zu schützen“, schrieb Hamza auf Facebook.

Seiner Ansicht nach stellt jede Verzögerung oder jedes Zögern einen direkten Verstoß gegen das Vertrauen der Bürger dar.

Prizren hat sich bei der Neuauszählung als die Gemeinde mit den bisher größten Unstimmigkeiten herausgestellt. Nach der Neuauszählung von 98 Prozent der Wahlurnen stellte sich heraus, dass PDK-Kandidaten rund 19 Stimmen zugeschrieben wurden, die sie von den Bürgern nicht erhalten hatten. 

Der größte Nutznießer dieser Fehlzählung ist der PDK-Kandidat Fetah Paçarizi. Von den 14.606 Stimmen, die er vor der Neuauszählung erhalten hatte, sind ihm nun noch 8.596 geblieben. Der Unterschied von 6.010 Stimmen bedeutet, dass mehr als 40 Prozent seiner Stimmen auf Manipulationen bei der Auszählung zurückzuführen sind.

In Prizren profitierten auch die PDK-Kandidaten Nait Hasani mit 3.409 Stimmen, Kujtim Gashi mit 2.360, Luljeta Veselaj-Gutaj mit 2.102 und Arianit Çollaku mit 1.684 Stimmen, alle aus dieser Gemeinde, davon. Auch Fadil Demaku und Enver Hoxhaj profitierten von weniger als tausend Stimmen.