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Ermordete Frauen: einige Fälle aus der Diaspora in der Schweiz

Die Tötung von Frauen ist nicht nur im Kosovo ein bekanntes und schreckliches Phänomen. Besorgniserregend sind auch einige schwere Fälle in der albanischen Diaspora in der Schweiz. Wie im Kosovo wird in der albanischen Gemeinschaft auch in der Schweiz Schweigen bevorzugt. Eine Stille, die keine Probleme löst, sondern sie nur vertieft

1.

Sechs Tage vor dem Verbrechen Sh. S. wurde von einem Schweizer Polizisten gefragt, ob er beabsichtige, seine Frau zu töten. S. antwortete: „Nein, derzeit nicht.“ Aber wenn ich auf Probleme stoße, geht mein Verstand verloren.“ Da S. gewalttätig war, wurde er von den Schweizer Behörden aus der gemeinsamen Wohnung mit seiner Frau entfernt, die er mit einer Schere bedroht hatte. Am 15. August 2011 überfiel er seine Frau in der Nähe einer städtischen Anlage in der Nähe von Zürich und schoss ihr dreimal in den Kopf. Die Frau starb noch vor Ort. Ein Sozialarbeiter rannte aus dem Gemeindegebäude, um die Situation zu beruhigen, wahrscheinlich ohne zu wissen, was passiert war. Auch S. schoss mit einer Waffe auf die Schweizerin, auch sie starb. Im Jahr 2013 wurde dieser Verbrecher zu lebenslanger Haft verurteilt.

2.

Im September 2022 fand die Polizei Sh., eine 41-jährige Frau, Schweizer Staatsbürgerin, aber albanischer Abstammung aus dem Kosovo, tot im Badezimmer ihres Hauses. Einen Tag nach ihrem Tod wurde ihr Ehemann, ein Albaner aus Nordmazedonien, ebenfalls mit Schweizer Staatsbürgerschaft, festgenommen. Mittlerweile hat Doras die Tat eingestanden. Er ist im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklageschrift verfasst und fordert 18 Jahre Haft. Der Prozess hat noch nicht begonnen, das Paar hatte zwei Kinder.

3.

Ende Mai letzten Jahres wurde in Vevey in der französischen Schweiz eine Kosovarin tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ihr Partner, ebenfalls ein Kosovare, wurde wegen des Verdachts festgenommen, der Täter des Mordes zu sein. Die Leiche des Opfers wies mehrere Spuren von Schlägen mit einem scharfen Gegenstand auf. Nach der Festnahme gab Dorasi zu, die Frau verletzt zu haben. Dieses Paar hatte vier Kinder.

4.

Im August 2019 tötete ein in der Schweiz lebender Kosovare seine Frau während eines Urlaubs im Kosovo. Sie waren Eltern eines Kindes. Nach einem Gespräch tötete der Mann seine Frau mit einem 9-Millimeter-Revolver. Er feuerte 15 Kugeln auf sie ab. Der 61-Jährige war Taxifahrer in einer Stadt in der Nähe von Zürich.

5.

Im Mai 2013 wurde ein 45-jähriger Kosovare in der Schweiz zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er 2009 seine Frau getötet hatte. Ihm wurde vorgeworfen, den Mord an seiner Frau Schritt für Schritt akribisch vorbereitet zu haben. 2008 musste er die gemeinsame Wohnung verlassen. Die 35-Jährige bestand auf einer Scheidung, das Paar hatte drei Kinder. Nach Angaben Schweizer Medien wurde der Ehemann durch das große Selbstbewusstsein seiner Frau behindert. Vor dem Prozess bereute er das Verbrechen nicht. Er beging den Mord am 9. April 2009 und tötete seine Frau mit fünf Kugeln im Dorf Riniken.

6.

Am 9. März 2009 saßen der kosovarische SI und seine Schweizer Freundin CF in einem Auto auf einem Parkplatz im Dorf V. bei Zürich. Irgendwann fragte S. C.: „Kommt dir der Gedanke, dass ich dich töten kann?“ Sie antwortete: „Vielleicht, ja.“ SI setzte den Revolver an ihren Hals und feuerte. Die Kugel durchschlug das Schweizer Mädchen vom Hals bis zum Kopf. Sie starb. Vor dem Prozess versuchte S. zu lügen und behauptete, es handele sich um einen Unfall. Das Gericht zweiter Instanz glaubte ihm nicht und verurteilte ihn zu 16 Jahren Gefängnis. Dieses Urteil wurde auch von der höchsten gerichtlichen Instanz der Schweiz, dem Bundesgericht in Lausanne, bestätigt.