Die kroatischen Handballspieler gewannen am Sonntag die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft.
Doch der Empfang in ihrer Heimat hat all ihre sportlichen Erfolge in den Schatten gestellt. Dieser Empfang ist sogar zum wichtigsten politischen Thema des Landes geworden.
Die Handballspieler hatten darum gebeten, dass der bekannte Sänger Marko Perkovic-Thompson beim Empfang auf dem Platz singt. Aufgrund von Thompsons Haltung wurde die Anfrage der Handballspieler von der Stadt Zagreb abgelehnt.
Und zunächst wurde beschlossen, dass es überhaupt keine Wartezeiten geben würde.
Doch am Montag änderte sich die Situation. Die kroatische Regierung traf die überraschende Entscheidung, einen feierlichen Empfang für die Handballspieler auf dem Hauptplatz von Zagreb zu veranstalten. Der Empfang findet heute ab 18:00 Uhr auf dem Hauptplatz von Zagreb statt. Unter anderem wird dort der bekannte Thompson auftreten.
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Zehntausende Menschen warten auf die kroatischen Handballspieler.
Nach der Entscheidung der Regierung fallen die Reaktionen noch zahlreicher aus.
Der Zagreber Bürgermeister Tomislav Tomašević sagte, die Spieler hätten darauf bestanden, dass Thompson auf dem Spielfeld stehe.
„Da dies gegen die Beschlüsse der Stadtversammlung zum Gebrauch des Ustascha-Grußes verstößt, die für alle gelten, einschließlich Thompson, der diesen Beschluss bereits beim Konzert in der Arena missachtet hat, konnten wir dem Wunsch der Handballspieler nicht nachkommen. Daraufhin hat das Team auch beschlossen, keinen Empfang in Zagreb zu geben“, schrieb Tomasevic, bevor die Entscheidung der Regierung getroffen wurde.
Es kommt nun zu Auseinandersetzungen zwischen zwei unterschiedlichen politischen Blöcken. Und Handball und Erfolg traten plötzlich in den Hintergrund.
Die Handballspieler kehrten am Montagmorgen zurück. Hunderte Bürger empfingen sie am Flughafen. Und Thompsons Lieder wurden gesungen.
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Reaktion des kroatischen Verbandes: Wir wollen feiern, nicht spalten.
Auch gegen den Bürgermeister von Zagreb, Tomašević, wurden Morddrohungen gemeldet.
Reaktion des kroatischen Verbandes: Wir wollen feiern, nicht spalten.
Die Entwicklungen rund um den Empfang der kroatischen Handballspieler in Zagreb dauern an. Nachdem die von der kroatischen Opposition regierte Stadt Zagreb den Empfang abgesagt hatte, beschloss die kroatische Regierung, heute ab 18:00 Uhr einen feierlichen Empfang auszurichten.
Die Reaktionen sind zahlreich, sowohl dafür als auch dagegen, und vor kurzem hat auch der kroatische Handballverband eine Stellungnahme abgegeben.
„Als Sportler wünschen wir uns, dass diese Feier auf dem Platz ein Fest des Handballs und des kroatischen Sports wird, insbesondere eine Feier des großen Erfolgs bei der Europameisterschaft. Wir vertreten die kroatischen Bürger und wollen keinerlei Spaltungen und uns in keiner Weise in die Politik einmischen“, heißt es in der Erklärung des kroatischen Verbandes.
Die Handballspieler hatten darum gebeten, dass der rechtsextreme Sänger Thompson bei der Feier auftreten solle. Die Stadt Zagreb lehnte dies jedoch ab, und die Feier wurde zunächst abgesagt.
Thompson spaltet die kroatische Öffentlichkeit seit Jahrzehnten. Die kroatische Linke wirft ihm Unterstützung der Ustascha vor. Doch die Zahl seiner kroatischen Anhänger ist sehr groß. Bei seinen Konzerten wurden zahlreiche Rekorde gebrochen.
Thompsons pro-kroatische Lieder wurden bei den Europameisterschaften verboten.