(Blick) - Das Ziel ist eine Symphonie, ein Traum für jeden, der Fußball liebt. Von der Kreation bis zur Fertigstellung ein Meisterwerk. Langer Ball, Torweg, Brustwurf, Schuss. Ein fantastischer Volleyschuss und ein fantastisches Tor, eines der schönsten in der Geschichte der Premier League. Torschütze: Pajtim Kasami. Mit Fulhams Trikot im Auswärtsspiel gegen Crystal Palace. Es ist zehn Jahre her, dass der Schweizer Mittelfeldspieler alle im Stadion „Selhurst Park“ zum Schweigen brachte, als er das Tor mit seinem „schwachen“ Fuß – dem rechten – erzielte.
„Wenn ich an dieses Tor denke, schaudert es mich immer noch“, sagt der 31-jährige Kasami. „Ich sah Raum, ich sah meinen Teamkollegen Sascha Riether, ich nahm Blickkontakt mit ihm auf. Dann kam der Ball, der Rest ist Instinkt, ich habe ihn perfekt getroffen.
Das Ziel geht viral, und für Kasam ist nichts mehr wie vorher. Kasami wurde sogar von Steven Gerrard, dem damaligen Kapitän von Liverpool, zu diesem Tor gratuliert.
„Als wir auswärts an der Anfield Road gegen Liverpool spielten, kam Steven Gerrard auf mich zu und sagte: ‚Übrigens, was für ein tolles Tor!‘“, erinnert sich Kasami.
Kasamis Ziel wurde wochenlang erwähnt, und auch heute noch wird er mehrmals im Jahr darauf angesprochen. Am Ende war das Tor für Kasami jedoch eher ein Fluch als ein Segen. Denn es ist das einzig Gute an einer Saison, die man vergessen kann. Drei verschiedene Trainer betreuten Fulham, am Ende schieden die Londoner mit dem Deutschen Felix Magath aus der Premier League aus.
„Wir hatten damals viel Aufruhr im Verein, weil im Sommer ein neuer Besitzer kam“, sagt Kasami.
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Allerdings wäre Fulham nicht sein einziger Verein mit einem turbulenten Umfeld. Drei Jahre lang spielte der zentrale Mittelfeldspieler unter dem unberechenbaren Christian Constantin bei Sion. In Basel erlebte Kasami unter Bernhard Burgener und David Degen Chaos. Und nun hat er einen neuen Verein gefunden, allerdings in Italien. Es handelt sich um das Sampdoria-Team, das im Sommer kurz vor der Pleite stand. Die neuen Eigentümer müssen Schulden in Höhe von 100 Millionen Euro abbezahlen. Weil sich die ganze Arbeit in die Länge zog, startete die Mannschaft mit zwei Minuspunkten in die neue Saison der Serie B. Sie sind derzeit näher am Abstieg als an einer Rückkehr in die Serie A und es ist eine schwierige Situation für stolze Sampdoria-Fans.
„Der Verein muss wieder zur Ruhe kommen. „Das Team hat sich aufgrund der schwierigen Situation erst spät versammelt“, sagt Kasami. Er selbst kam erst Mitte September zum Verein, ist aber inzwischen unter Trainer Andrea Pirlo Stammspieler. Unter dem Weltmeister spielt Kasami dort, wo er sich am wohlsten fühlt – als vielseitiger Mittelfeldspieler. Sein erstes Tor in dieser Saison erzielte er beim 2:0-Sieg über Modena. Es war ein weiteres schönes Tor von Kasami, aber sicherlich nicht so schön wie das im Fulham-Trikot. Atebote Kasami nahm den Ball mit der Brust an und schoss ein Tor, über das man auch in zehn Jahren noch reden wird.