Musikstar Taylor Swift hat in ihrer neuen Disney+-Dokumentation „The End of an Era“ die dunkelste und schmerzhafteste Seite ihrer riesigen „Eras Tour“ enthüllt. Laut einem Bericht der Daily Mail vom Sonntag gab sie darin an, dass sie nach mehreren traumatischen Konzerten im letzten Sommer am liebsten „verschwinden“ und sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen wollte.
Die Sängerin, die gerade 36 Jahre alt geworden ist, hat enthüllt, dass sie während der Tournee, insbesondere in London, mit einer unglaublichen emotionalen Belastung zu kämpfen hatte. Grund dafür waren der tödliche Anschlag in Southport, bei dem drei Kinder während eines Tanzkurses mit Taylor-Swift-Thema ums Leben kamen, sowie Terrordrohungen, die zur Absage ihrer Konzerte in Wien führten.
In einer berührenden Szene der Dokumentation sieht man Swift backstage vor dem ersten Konzert des zweiten Abends in London, wie sie versucht, sich zu beruhigen. Ihr enger Freund Ed Sheeran ist bei ihr.
„Danach habe ich zwei Monate Urlaub, den ich dringender denn je brauche. Ich möchte irgendwohin, wo mich niemand finden kann. Ich will mich nicht wie ein Tier gejagt fühlen. Ich habe mich in letzter Zeit sehr angegriffen gefühlt“, sagte sie mit bewegter Stimme.
Der Dokumentarfilm zeigt auch andere schwierige Momente, in denen die Sängerin nur wenige Minuten vor ihrem Auftritt im Wembley-Stadion in Tränen ausbricht.
Man sieht sie weinend in den Armen ihrer Mutter Andrea Swift nach privaten Treffen mit den Familien der Opfer des Anschlags in Southport.
Trotz der Schmerzen sagt Swift, sie habe keine andere Wahl, als eine „Maske der Stärke“ aufzusetzen und aufzutreten.
„Mental lebe ich oft in einer sehr unrealistischen Realität. Aber es ist mein Job, mit all diesen Gefühlen umzugehen und dann sofort wieder aufzustehen und aufzutreten“, sagte sie.
Die Sängerin vergleicht sich mit einer Pilotin, die ein Flugzeug durch Turbulenzen steuert und versucht, zum Wohle der Passagiere – in diesem Fall ihrer Fans – ruhig zu bleiben.
Die Konzerte in Wembley markierten Swifts Rückkehr nach Großbritannien nach der Tragödie in Southport und den Terroranschlägen in Wien.
Sie empfing an fünf aufeinanderfolgenden Abenden rund 92 Fans, während der Dokumentarfilm deutlich den Stress, die Angst und die emotionale Belastung zeigt, die sie abseits der Öffentlichkeit mit sich trug.