Der montenegrinische Premierminister Milojko Spajic hat auf Äußerungen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic reagiert, der Podgorica beschuldigt hat, die schlechtestmöglichen Beziehungen zu Serbien anzustreben.
Spajic erklärte, Montenegro wolle keinen Konflikt mit Serbien, sondern strebe gute nachbarschaftliche Beziehungen und eine klare europäische Politik an. Er warf Vucic vor, die Rolle des russischen Sprechers übernommen zu haben.
„Montenegro will keinen Konflikt mit Serbien. Wir wünschen uns gute nachbarschaftliche Beziehungen, aber auch eine klare europäische Politik, die Herr Vučić offenbar nicht verstehen will. Und es ist nicht gerade angebracht, dass er in seiner Position die Rolle des russischen PR-Managers übernimmt und andere über Prinzipien belehrt“, schrieb Spajic. das „X“-Netzwerk.
Er kritisierte Vučić auch für Serbiens Haltung zum Krieg in der Ukraine und sprach dabei die Frage der Waffen- und Munitionslieferungen an die Ukraine an.
„Eine einfache Frage an Präsident Vučić: Wie kann es sein, dass Serbien laut vorliegenden Daten einer der wichtigsten Waffen- und Munitionslieferanten für die Ukraine ist, gleichzeitig aber eine andere Botschaft an Moskau als an Europa sendet? Wir in Montenegro haben kein Problem mit einer klaren Positionierung. Wir haben nur ein Problem mit Doppelmoral“, sagte Spajić.
In den Äußerungen, die Spajics Reaktion auslösten, wiederholte Vučić unterdessen seine Kritik an Podgorica und behauptete, die montenegrinischen Behörden hätten es auf die „Umerziehung“ der in Montenegro lebenden Serben abgesehen.
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„Sie in Podgorica verfolgen eine solche Politik. Sie wollen die 33 Prozent der dort lebenden Serben umerziehen, damit sie bei der nächsten Volkszählung keine Serben mehr sind“, erklärte Vučić.
Seinen Angaben zufolge strebt Montenegro die schlechtestmöglichen Beziehungen zu Serbien an, während die montenegrinischen Medien, wie er behauptet, eine „brutale Kampagne“ gegen Serbien führen.
Vučić kritisierte Podgorica außerdem für seine anhaltende Unterstützung der EU-Sanktionen gegen Russland und sagte, Montenegro gehöre zu den ersten Ländern, die die neuen Sanktionspakete übernommen hätten.
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