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Überschwemmungen in Albanien – Unterricht in Durrës ausgesetzt und viele Hotels in Spille betroffen

Niederschläge in Albanien

Heftige Regenfälle seit Montag haben auch mehrere Orte in Albanien betroffen. Am stärksten betroffen ist derzeit Durrës. Der Wasserstand in dieser Küstenstadt hat 50 Zentimeter erreicht. Daher wurde der Unterricht an den meisten Schulen ausgesetzt. Laut dem örtlichen Schulamt in Durrës wurden Eltern und Lehrer angewiesen, ihre Häuser bis zur Beruhigung der Lage zu meiden.

Aktuell werden acht Familien wegen Überschwemmungen ihrer Häuser evakuiert, drei davon aus Shijak, berichtet Top-Channel.

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Nach heftigen Regenfällen ist auch das Gefängnis von Durrës überflutet worden. Albanische Medien berichten, dass das gesamte Erdgeschoss des Gefängnisses unter Wasser steht und die Häftlinge in die oberen Stockwerke verlegt wurden.

Starke Regenfälle und Unwetter in Albanien haben auch das Hotel in Spille beeinträchtigt. Ursache dafür ist der in diesem Jahr fertiggestellte Hauptkanal. Berichten zufolge ist dies das erste Mal, dass so etwas in dieser Gegend passiert.

Auch auf der Autobahn Durrës-Tirana verschlechtert sich die Situation. Aufgrund des hohen Wasseraufkommens in einigen Abschnitten dieser Straßenachse wurden mehrere Fahrzeuge angehalten. Mehrere nationale Achsen bleiben ebenfalls problematisch, insbesondere die Straßen Kukës–Shishtavec, Kukës–Bushtricë, Kukës–Qafë Mali, Kukës–Krumë–Kam–Tropojë, Tropojë–Qafë Morinë, Bajram Curri–Valbonë sowie die Achse Tropojë–Fierzë–Qafë Mali, wo Wasser vorhanden ist und die Straße teilweise beschädigt ist.

Auch in Tirana haben heftige Regenfälle und Überschwemmungen der Straßen zu starkem Verkehr geführt.

Problematisch ist die Situation auch in Spitallë, Nishtulla und dem ehemaligen Kënetë (Neu-Durrës). In vielen Stadtteilen sind die Straßen weiterhin nahezu unpassierbar.

Die Region Lezha ist weiterhin von starken Regenfällen betroffen. Laut Angaben der Militärmeteorologischen Station fielen in den letzten 24 Stunden 96 mm Niederschlag. Die Lage hat zu einem Anstieg des Wasserstands der Flüsse Drin und Mat sowie zu Überschwemmungen von Feldern und Höfen in einigen Gebieten geführt.

Unterdessen wurden zahlreiche Landstraßen in den drei Gemeinden der Region Kukes durch über die Ufer getretene Bäche beschädigt, wodurch einige Gebiete vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten wurden.

In Fier hat es heute Morgen ebenfalls stark geregnet, begleitet von Windstürmen. Bisher liegen jedoch keine Berichte über Überschwemmungen oder Schäden durch das Unwetter vor.

Aufgrund starken Regens musste die Zeremonie des Kreuzversenkens in der Adria zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten abgesagt werden. Um 10:30 Uhr, nach der Wasserweihe in der Kirche, sollte der Erzbischof das Kreuz im Hafen versenken, doch wetterbedingt findet diese Zeremonie nicht statt.