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Medikament, das von Millionen gegen Reflux eingenommen wird, steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Demenzrisiko.

Demenz

Einer neuen Studie zufolge besteht für Millionen von Menschen, die gängige Medikamente zur Behandlung von Sodbrennen einnehmen, ein erhöhtes Demenzrisiko, wenn sie diese über mehrere Jahre anwenden.

Wissenschaftler stellten fest, dass die langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) – Medikamenten, die häufig zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen verschrieben werden – mit einem um 33 % erhöhten Demenzrisiko verbunden ist.

Protonenpumpenhemmer (PPI) gehören zu den weltweit am häufigsten verwendeten Medikamenten und werden oft bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Magengeschwüren und chronischen Verdauungsbeschwerden verschrieben. Diese Medikamente wirken, indem sie die Magensäureproduktion reduzieren. Zu den bekanntesten PPI zählen Omeprazol, Lansoprazol und Pantoprazol.

Experten erklärten jedoch, dass die Studie nicht beweise, dass die Medikamente diese Erkrankung direkt verursachen, sondern lediglich, dass ein Zusammenhang festgestellt wurde.

Die in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlichte amerikanische Studie begleitete über 5,700 Erwachsene über 45 Jahre, die zu Beginn der Studie keine Demenz aufwiesen. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 75 Jahre alt und wurden etwa fünfeinhalb Jahre lang beobachtet.

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Die Forscher erfassten die Medikamenteneinnahme während der Studienbesuche und durch jährliche Telefoninterviews, um festzustellen, ob die Teilnehmer Medikamente gegen Sodbrennen einnahmen.

Im Beobachtungszeitraum erkrankten 585 Personen, also etwa 10 % der Gruppe, an Demenz. Von den 4,222 Personen, die keine Protonenpumpenhemmer (PPI) einnahmen, erkrankten 415 an Demenz, was 19 Fällen pro 1,000 Personen und Jahr entspricht.

Unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Bluthochdruck und Diabetes stellten die Forscher fest, dass Personen, die PPIs länger als 4.4 Jahre eingenommen hatten, ein um 33 % höheres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, als Personen, die diese Medikamente nie eingenommen hatten.

Die Studienautorin und Gefäßneurologin Professor Kamakshi Lakshminarayan sagte, die Ergebnisse verstärkten die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Langzeitanwendung dieser Medikamente.

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Sie erklärte: „Protonenpumpenhemmer sind ein nützliches Mittel zur Behandlung von Sodbrennen, allerdings wurde ihre Langzeitanwendung in früheren Studien mit einem höheren Risiko für Schlaganfall, Knochenbrüche und chronische Nierenerkrankungen in Verbindung gebracht.“

Sie fügte hinzu: „Obwohl wir keinen Zusammenhang mit der kurzfristigen Anwendung feststellen konnten, fanden wir ein höheres Demenzrisiko im Zusammenhang mit der langfristigen Anwendung dieser Medikamente.“