Neugier

Jüngste Entdeckungen zeigen, ob die Sahara schon immer eine Wüste war.

Sahara-Wüste

Trotz des stark schwankenden Klimas beherbergt die Sahara über 100 Reptilienarten, 70 Säugetierarten und 90 Vogelarten.

Die Sahara erstreckt sich über eine Fläche von rund 8.600.000 Quadratkilometern in Nordafrika und ist damit die größte Wüste der Welt. Zu dieser Region gehören Teile von Libyen, Niger, Sudan, Algerien, Mali, Marokko, Tschad, Ägypten, Mauretanien und Tunesien.

Tagsüber steigen die Temperaturen in der Sahara auf sehr hohe Werte und sinken nachts wieder. Die karge Landschaft umfasst beeindruckende Dünen, Sandmeere, Felsplateaus und grüne Oasen.

Trotz dieser schwierigen Lebensbedingungen ist die Sahara kein lebloser Ort.

War die Sahara schon immer eine Wüste?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Gebiet der heutigen Sahara vor Millionen von Jahren vom riesigen Tethysmeer bedeckt war. Durch das Schrumpfen dieses Meeres entstand die Wüste, und zurück blieben das Schwarze Meer, das Mittelmeer und das Kaspische Meer.

Experten zufolge führte der Verlust dieses großen Gewässers zu einem allmählichen Rückgang der Niederschläge in der Region. Vor etwa 6 Jahren war die Sahara jedoch nicht so trocken, da es noch genügend Regen gab, um Vegetation zu erhalten.

Fossilien, die in der Sahara entdeckt wurden, erzählen die Geschichte eines Landes, das einst von erstaunlichen Geschöpfen bevölkert war, darunter ein 10 Meter langes Dinosaurierfossil, das vermutlich Millionen von Jahre alt ist.

Forscher haben in dieser Region auch Überreste von Meerestieren entdeckt, darunter Welse und Tilapia, die einen Einblick in die einstige Beschaffenheit dieses Gebiets geben, schreibt The Fact Site.

Wie überleben die Menschen in der Sahara?

Die Temperaturen in der Sahara können tagsüber extrem hohe Werte von bis zu 50 Grad Celsius erreichen. Nachts sinken sie jedoch deutlich, in den Wintermonaten wie Januar oder Februar mitunter sogar unter den Gefrierpunkt.

Diese extremen Temperaturschwankungen machen die Sahara zu einem schwierigen Umfeld für den menschlichen Lebensunterhalt und das Überleben.

Die wenigen Menschen, die in bestimmten Gebieten der Sahara leben, tragen lockere Kleidung, um der Hitze zu trotzen. Dies verlangsamt die Verdunstung von Schweiß und reduziert den Wasserverlust. Sie tragen außerdem Gesichts- und Kopfbedeckungen, die sie vor den staubigen Wüstenwinden schützen.

Die rauen Temperaturen und Winde sind nicht der einzige Grund, warum die Sahara kein einfacher Ort zum Leben ist. Die Region erhält jährlich sehr wenig Regen. Deshalb siedeln sich viele Siedlungen in der Nähe von Oasen an, und Nomadenstämme ziehen saisonal von einer Region zur anderen.

Welche Tiere und Pflanzen gibt es in der Sahara?

Trotz der harten Lebensbedingungen in der Sahara haben sich zahlreiche Pflanzen und Tiere an diese Bedingungen angepasst. Die hier vorkommenden Pflanzen können Hitze und Trockenheit überstehen.

Eine der beliebtesten Pflanzen in der Sahara ist die Dattelpalme, die bis zu 23 Meter hoch wächst. Ihre süßen Datteln sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung der dortigen Bewohner. Weitere häufig vorkommende Pflanzen sind Olivenbaum, Sahara-Zypresse, Doumpalme, Tamariske und Wüstenkürbis.

Viele Menschen verbinden die Sahara mit Kamelen, und das zu Recht. Doch die Sahara beherbergt mehr Tierarten, als man vielleicht vermuten würde, darunter über 100 Reptilienarten, 70 Säugetierarten und 90 Vogelarten.

Zu den interessanten Tieren dieser Region zählen der Skorpion, das Wüstenkrokodil, der Afrikanische Buschbock und der Afrikanische Wildhund. Leider sind einige Populationen von Wüstentieren und -pflanzen vom Aussterben bedroht.

Die Sahara war nicht immer trocken. Einst lag dieses Gebiet unter einem riesigen Meer und beherbergte eine reiche Flora und Fauna. Trotz der harten Lebensbedingungen nennen Millionen von Menschen die Sahara ihre Heimat.

Sie haben ihre Kleidung und ihren Lebensstil an diese einzigartige Umgebung angepasst. Auch die Pflanzen und Tiere dieser Region haben sich im Laufe der Evolution an das Überleben angepasst.