Die Beschäftigten der KEK haben in Pristina protestiert und fordern eine Gehaltserhöhung, die Auszahlung des 13. Monatsgehalts sowie die Angleichung der Gehälter der Sicherheitskräfte. Sollten diese Forderungen nicht erfüllt werden, drohen sie mit Streik und Arbeitsniederlegung. Die KEK beschäftigt rund 3.500 Beschäftigte. Das durchschnittliche Monatsgehalt beträgt etwa 1.000 Euro.
Die Arbeiter des Energiekonzerns haben mit Streik und Arbeitsniederlegung gedroht, falls ihre Forderungen nach einer Gehaltserhöhung und der Auszahlung des dreizehnten Monatsgehalts nicht erfüllt werden.
Diese Warnung gaben sie im Rahmen eines Protests vor den Büros der KEK ab, um ihre Unzufriedenheit mit ihrer finanziellen Behandlung und ihren Arbeitsbedingungen im Kraftwerk zum Ausdruck zu bringen.
„Wenn wir uns seit einem Jahr in einer katastrophalen Lage befinden, sind die Bedingungen für uns KEK-Arbeiter dieselben wie für die Gefangenen. Ein Gehalt gerade so zum Überleben, praktisch nichts weiter. Angesichts aller Widrigkeiten ist das die einzige Möglichkeit, zu streiken und die Arbeit zu blockieren, denn ganz Kosovo hängt von uns ab“, sagte der Arbeiter Raif Pllana.
Der Vorsitzende der KEK-Gewerkschaft, Nexhat Llumnica, betonte, dass der Protest am Freitag stattfand, nachdem Verhandlungen mit der Unternehmensleitung über eine Gehaltserhöhung ergebnislos verlaufen waren.
„Sie sagten, dieses Mal ginge es nicht, wir würden ihnen einen Bonus zahlen. Wir haben das akzeptiert, aber vereinbart, dass dies erst zum Jahresende geschehen würde. Doch zum Jahresende passiert nichts. Bis gestern Abend haben wir mit der KEK-Geschäftsführung verhandelt und uns mit ihr getroffen, aber sie haben uns nichts angeboten. Der Grund ist einfach: ihre schlechte Planung und Leistung. Es ist nicht die Schuld der Arbeiter, die heute hier ihren Unmut äußern“, erklärte Llumnica.
Haxhi Kastrati, ein Arbeiter im Kernkraftwerk „Kosova A“, beklagte, dass die Arbeiter mit den derzeitigen Gehältern nur noch das Nötigste zum Leben hätten.
„Wir verkaufen ein Megawatt für 29,50 Euro, während der Endverbraucher im Netz 120 Euro zahlt – das ist absurd. Angesichts der steigenden Inflation kommen wir mit unseren Gehältern nicht mehr weit, deshalb fordern wir lediglich eine angemessene Bezahlung für unsere harte Arbeit“, sagte Kastrati.
Zum Abschluss des Protests forderten die Arbeiter die KEK-Geschäftsleitung auf, dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu ergreifen und den Tarifvertrag sowie das Arbeitsrecht uneingeschränkt zu achten.
KEK beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter. Das durchschnittliche Monatsgehalt der KEK-Mitarbeiter betrug laut Daten der CorrWatch-Initiative im Jahr 2022 etwa 1.000 Euro.
Fotos von der Protestaktion - (Driton Paçarada)








