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Kultur

UNESCO startet globalen Kurs zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Artefakten.

Kulturelles Erbe

Kulturelles Erbe ist nicht nur eine Sammlung von Kunst- und archäologischen Objekten. Es stellt das Fundament der Identität von Gemeinschaften und Zeugnis ihrer Geschichte dar.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Technologie (UNESCO) hat einen neuen globalen Online-Kurs ins Leben gerufen, der sich der Verhinderung des illegalen Handels mit Artefakten widmet – eine der größten Herausforderungen beim Schutz des Welterbes.

Es handelt sich um einen Massive Open Online Course (MOOC), der letzten Monat gestartet ist. Er richtet sich an ein breites Teilnehmerfeld: von Experten für Kulturerbe bis hin zu Vertretern von Justiz- und Strafverfolgungsbehörden, heißt es in der Ankündigung des Kurses.

Kulturelles Erbe ist weit mehr als eine Sammlung künstlerischer und archäologischer Objekte. Es bildet das Fundament der Identität von Gemeinschaften und ist Zeugnis ihrer Geschichte. Werden Kulturgüter gestohlen, geplündert oder illegal verkauft, geht nicht nur ihr materieller Wert verloren, sondern auch die wissenschaftliche, historische und symbolische Bedeutung, die diese Objekte in sich tragen.

Der illegale Handel beginnt oft mit Diebstahl oder illegalen archäologischen Ausgrabungen, wodurch der Kontext der Funde unwiederbringlich zerstört wird. Zudem ist diese Form der Kriminalität mit organisierten Verbrechernetzwerken verknüpft und trägt in manchen Fällen sogar zur Terrorismusfinanzierung bei.

Der Kurs basiert auf grundlegenden internationalen Instrumenten, allen voran dem UNESCO-Übereinkommen von 1970, das die Basis des weltweiten Kampfes gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern bildet. Das Programm ist in sechs Module unterteilt und umfasst: den internationalen Rechtsrahmen für den Schutz von Kulturgütern, Formen krimineller Aktivitäten gegen archäologische Stätten und Museen, insbesondere in Konflikt- und Nachkonfliktgebieten, sowie praktische Instrumente für den wirksamen Schutz des kulturellen Erbes.

Besonderes Augenmerk wird auf aktuelle Herausforderungen gelegt, darunter: digitale Plattformen und der Online-Handel mit Kulturgütern, die Zusammenarbeit mit dem Kunstmarkt, regionale Besonderheiten und Sicherheitsrisiken.

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Das Programm wird fortlaufend aktualisiert, um auf neue Formen des illegalen Handels reagieren zu können.

Der Kurs ist über die UNESCO Open Learning Plattform verfügbar und stellt eine Antwort auf die Forderungen der Mitgliedstaaten nach einem umfassenden Bildungsinstrument dar, das zur Stärkung der nationalen Kapazitäten im Kampf gegen diese Straftaten beitragen kann.

Die UNESCO hat alle Interessierten, sowohl erfahrene Experten als auch diejenigen, die sich zum ersten Mal mit diesem Thema auseinandersetzen, eingeladen, an dem Kurs teilzunehmen und zur Erhaltung des kulturellen Erbes beizutragen.