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Kultur

Qirjako Meniko – Künstlerin und Pädagogin mit lebenslangem Engagement

Qirjako Meniko

Die Fakultät für Darstellende Künste und die Kunstuniversität Tirana gaben den Tod von Professor Menikos bekannt und erklärten, sie hätten mit ihm einen ihrer herausragendsten Professoren im akademischen, pädagogischen und künstlerischen Bereich verloren.

Die albanische figurative Kunst wurde jahrzehntelang durch das Können des Künstlers Qirjako Meniko bereichert. Neben seinem künstlerischen Schaffen leistete Meniko durch seine Studien einen wertvollen Beitrag zur Kunstgeschichte. Als Universitätsprofessor prägte er zudem Generationen von Kunstkennern. Er starb am Freitag im Alter von 81 Jahren.

Die Fakultät für Darstellende Künste und die Kunstuniversität Tirana gaben den Tod von Professor Menikos bekannt und erklärten, sie hätten mit ihm einen ihrer herausragendsten Professoren im akademischen, pädagogischen und künstlerischen Bereich verloren.

Laut der von der Kunstuniversität Tirana veröffentlichten Biografie wurde Professor Meniko am 15. Juli 1945 in Himara geboren. Er schloss sein Hochschulstudium der Malerei im Jahr 1970 ab. In seinen frühen Jahren war er Redakteur für figurative Kunst bei der Zeitung "Drita".

1973 arbeitete er in der National Gallery of Arts im Bereich der historischen und theoretischen Studien. 1975 begann er seine Tätigkeit als Dozent für Geschichte der bildenden Kunst am Lehrstuhl für Theoretische Studien des Höheren Instituts für Kunst und unterrichtete dieses Fach im Bereich der bildenden Kunst.

Anschließend übernahm er in den Jahren 1992–1994 die Leitung der Nationalgalerie. Mitte der 90er-Jahre lehrte er weiterhin als Dozent für die Fächer Geschichte der figurativen Kunst und Malerei am Lehrstuhl für Bühnenbild und Kostümgestaltung der Fakultät für Bühnenkunst.

ebenfalls Akademiker Emin Riza – der Eckpfeiler der Kulturerbestudien Kultur Akademiker Emin Riza – der Eckpfeiler der Kulturerbestudien

„Er verfasste am Höheren Kunstinstitut das Standardwerk zur Geschichte der figurativen Kunst weltweit sowie zahlreiche kritische Schriften zu diesem Thema. Er hat viele Lehrbücher zur Kunstgeschichte verfasst, sowohl für professionelle Kunsthochschulen als auch für Studierende der Fachbereiche Monumental- und Angewandte Kunst“, heißt es in der Biografie.

Der Minister für Tourismus, Kultur und Sport, Blendi Gonxhja, betonte in einer Kondolenzbotschaft in den sozialen Netzwerken, dass der Tod von Prof. Menikos ein großer Verlust für die albanische Kultur sei.

„Über vier Jahrzehnte widmete Prof. Meniko sein Leben der Ausbildung ganzer Generationen von Künstlern, Wissenschaftlern und Bühnenbildnern und leistete als Dozent am Höheren Institut für Kunst und später an der Kunstuniversität einen außerordentlichen Beitrag. Als Autor grundlegender Texte zur Geschichte der bildenden Künste und als unermüdlicher Forscher trug er maßgeblich zum Aufbau der akademischen Grundlagen der künstlerischen Ausbildung im Land bei“, schreibt er.

Laut dem Minister erstreckte sich sein Beitrag auch auf die Leitung der Nationalgalerie der Künste, auf die Kunstkritik und auf seine Kreativität als Maler, dessen Werke innerhalb und außerhalb Albaniens ausgestellt wurden und ein wertvolles Erbe für die albanische Kultur hinterlassen.

Gonxha betonte, dass das Ministerium für Tourismus, Kultur und Sport der Familie, den Angehörigen, der Kunsthochschule, der akademischen Gemeinschaft und der gesamten Kunstwelt sein aufrichtigstes Beileid zu diesem großen Verlust ausspricht.

Der Künstler Alfred Nini sagte, dass Meniko für ihn nicht nur die Professorin war, die ihm Kunstgeschichte beibrachte.

„Er war der Mann, der an mich glaubte und mich dazu inspirierte, eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Über die Jahre hatte ich das Privileg, ihn einen Freund nennen zu dürfen. Unsere Gespräche über Malerei, Weltkunstgeschichte und Kultur waren stets inspirierend und gehören zu den wertvollsten Erinnerungen meines Lebens“, schrieb er in den sozialen Medien.

Professor Meniko zeichnete sich laut Nini durch sein profundes Wissen, aber noch mehr durch seinen Charakter aus.

ebenfalls Emin Riza – der hervorragende Intellektuelle, der immer etwas Wertvolles zu sagen hatte. Kulturergänzung Emin Riza – der hervorragende Intellektuelle, der immer etwas Wertvolles zu sagen hatte.

„Seine Größe lag in seiner Bescheidenheit. Ich habe ihn nie schlecht über jemanden reden hören, selbst wenn er anderer Meinung war. Er war edel, gerecht, unbestechlich und zutiefst menschlich. Er verstand es, sich Respekt zu verschaffen, nicht durch laute Worte, sondern durch sein Lebensbeispiel“, schrieb er. Laut Nini blieb er mit dem freien Geist eines Küstenbewohners, seiner Liebe zum Meer und zum Schwimmen und der Einfachheit, die ihn durch alle Lebensphasen begleitete, stets sich selbst treu und wurde so zum Vorbild des Intellektuellen, der Wissen in Demut lebte und es mit Leidenschaft weitergab.

„Ich bin überzeugt, dass Kollegen, Studierende, Freunde und alle, die das Glück hatten, ihn zu kennen, ihn mit demselben Respekt und derselben Dankbarkeit in Erinnerung behalten werden. Menschen wie Prof. Dr. Qirjako Meniko gehen nie ganz von uns; sie leben in ihrem Werk, ihren Gedanken und ihrem Vorbild weiter“, schloss er. Laut der Mitteilung der Universität der Künste findet heute (Samstag), am selben Tag wie die Trauerfeier, die Gedenkfeier für Meniko statt.