Die amtierende Regierung beschloss in ihrer Sitzung am Mittwochabend, das internationale Dokumentar- und Kurzfilmfestival mit 100 Euro zu fördern. Das „DokuFest“ erhält dieses Jahr bereits 97 Euro Unterstützung vom Kulturministerium; durch den jüngsten Beschluss erhöht sich die Förderung auf Bundesebene auf 197 Euro.
„Diese finanzielle Unterstützung stellt eine direkte Investition in die internationale Förderung der Republik Kosovo dar, da das Festival jedes Jahr Künstler, Filmschaffende, Medienvertreter und Besucher aus verschiedenen Ländern anzieht und Raum für die Präsentation der Kreativität, Kultur und Identität des Kosovo vor einem internationalen Publikum bietet“, heißt es in der Mitteilung der Regierung nach der Online-Konferenz. Laut Regierung trägt das „DokuFest“ durch seinen guten Ruf und seine internationale Reichweite dazu bei, das Image des Kosovo als Land mit einer dynamischen Kulturszene, einer offenen Gesellschaft und bedeutendem touristischem und kreativem Potenzial zu stärken und gleichzeitig die öffentliche und kulturelle Diplomatie des Landes zu fördern.
Das DokuFest, das dieses Jahr zum 25. Mal in Prizren stattfindet, beklagt unzureichende Unterstützung seitens der Stadtverwaltung. Dies wurde bereits bei der Eröffnung des Festivals am vergangenen Freitag thematisiert. Obwohl ein Platz für Bürgermeister Shaqir Totaj reserviert war, nahm dieser nicht an der Eröffnungszeremonie teil.
„Die Stadt Prizren kann unsere Türen schließen, sie kann unsere Finanzierung einstellen, aber sie kann das ‚DokuFest‘ nicht stoppen“, sagte der künstlerische Leiter des Festivals, Veton Nurkollari, bei der Eröffnungszeremonie.
Das diesjährige offizielle Motto „Doku, weil wir müssen!“ und das Thema „Beharrlicher Widerstand“ stellen die Jubiläumsausgabe in einen deutlich breiteren Kontext als die Filmkunst selbst. Die Organisatoren sehen dieses Jubiläum nicht als Anlass zur Selbstdarstellung, sondern als Reflexion über die Zeit, in der sie leben – eine Zeit der Kriege, des Autoritarismus, des aufkommenden Faschismus und globaler Krisen. In diesem Kontext bleibt Film nicht nur ein künstlerisches Medium, sondern wird zum Akt des Widerstands, der Erinnerung und der Reflexion.
Die Jubiläumsausgabe läuft bis zum 15. August und verwandelt Prizren erneut in eine Stadt, in der Kino und öffentliches Leben aufeinandertreffen. Aus 3.687 Bewerbungen aus aller Welt hat das Programmteam 104 Wettbewerbsfilme in acht offiziellen Kategorien ausgewählt, von denen viele ihre Weltpremiere feiern.
Neben dem Wettbewerb bietet sich dem Publikum die Gelegenheit, spezielle Filmprogramme, Autoren-Retrospektiven, Gespräche mit Regisseuren, Podiumsdiskussionen, Aktivitäten der Filmbranche, die Bildungsprogramme von „DokuLab“, „DokuTalks“ und „DokuKids“ sowie die traditionellen Konzerte der „DokuNights“ zu besuchen, die die Festivalatmosphäre bis spät in die Nacht verlängern. So ist das „DokuFest“ auch in diesem Jahr weit mehr als ein Filmfestival: Es ist ein gemeinschaftliches Erlebnis, das die Stadt im Rhythmus des Kinos atmen lässt.
-
Die Instandhaltung von drei Banksy-Werken kostete Großbritannien über 170 Euro.
-
Die Gemeinde bittet das Kulturministerium um Unterstützung für den Konzertsaal.
-
Geschichten über den Umgang mit Wunden, Erinnerung und Realität im nationalen Wettbewerb "DokuFest"
-
Über 2000 Jahre altes Schiff bereichert archäologische Funde in Italien
-
Fragwürdige Geschichten über Religion, Familie und Migration beim "DokuFest"