Es war ein kleiner, bedeutungsloser Kampf, aber er hat sich mir als wichtiger Kampf eingeprägt. In diesen Momenten war meine Großmutter da. Sie sah mich mit einem ruhigen Lächeln an und sagte: „Lass das, mein Sohn. Eine Fliege ist eine Fliege. Sie macht ihr Ding und fliegt wieder weg. Leg dich nicht damit an. Verschwende deine Geduld nicht an Dinge, die von selbst vorübergehen.“ Einfache Worte, aber mit einer stillen Bedeutung, die ich heute gut verstehe.
Eine Fliege war ins Zimmer gekommen. Ich weiß nicht, aus welcher Ecke sie gekommen war, aber sie war schon da, eine kleine Präsenz, die für das Auge fast unsichtbar war, für das Ohr jedoch nicht.
Es flog unaufhörlich von einer Ecke zur anderen, mit seinem charakteristischen, scharfen und nervigen Geräusch, das in der völligen Stille des Nachmittags lauter wurde, als es schien.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenZuerst versuchte ich, es zu ignorieren. Es war nur eine Fliege, ein unbedeutendes Insekt, eine vorübergehende Ablenkung im monotonen Fluss eines gewöhnlichen Tages.
Doch je länger ich sie ignorierte, desto mehr blieb ihre Stimme in meinen Ohren haften, wie ein Gedanke, der nicht verschwinden wollte.
Ich stieg aus dem Bett, neben mir lag das Notizbuch, das ich immer dort aufbewahre und in das ich manchmal verstreute Gedanken, ungeordnete Wörter und Gefühlsfragmente schreibe.
Ich nahm es in die Hand, um die Fliege zu vertreiben und mich vor dem Ärger zu schützen, der mir die Ruhe raubte. In diesem Moment, ganz plötzlich, schweiften meine Gedanken ab, weit weg von dem Raum, in dem ich mich befand. Ich ging zurück in die Vergangenheit und erinnerte mich an meine Großmutter.
Ich war noch ganz klein und eine Fliege quälte mich mit der gleichen Hartnäckigkeit wie diese heute. Instinktiv versuchte ich, sie zu fangen, wegzustoßen und manchmal sogar zu ersticken.
Es war ein kleiner, bedeutungsloser Kampf, aber er hat sich mir als wichtiger Kampf eingeprägt. In diesen Momenten war meine Großmutter da. Sie sah mich mit einem ruhigen Lächeln an und sagte: „Lass das, mein Sohn. Eine Fliege ist eine Fliege. Sie macht ihr Ding und fliegt weg. Leg dich nicht damit an. Verschwende deine Geduld nicht an Dinge, die von selbst vorübergehen.“
Einfache Worte, aber mit einer stillen Bedeutung, die ich heute gut verstehe.
Sie meinte nicht die Fliege, das verstehe ich jetzt, sondern die kleinen Dinge, die uns stören, die kleinen Geräusche des Lebens, die immer lauter werden, je mehr wir ihnen Bedeutung beimessen. Sie sprach eigentlich von den Menschen, die kommen und gehen, den Gedanken, die rastlos umherschwirren, den Sorgen, die unsere Seele blockieren, wenn wir nicht lernen, sie vorbeiziehen zu lassen.
Also tat ich es, legte das Notizbuch weg und ließ die Fliege frei fliegen.
Sie erledigte ihr Ding und ging. Stille kehrte in den Raum ein, während das nervige Geräusch einer kleinen Fliege mir eine wichtige Lektion erteilte.