In den letzten Jahren hat sich die kosovarische Komponistin Memli Kelmendi auf Chorwerke konzentriert. „Er weiß nicht einmal, wie er erklären soll, warum“, sagt er. Aber wenn er beginnt, das Gefühl zu entfalten, das ihm diese Musik gibt, dann wird alles klar.
Die Erfolge, die er mit solchen Werken erzielt, scheinen ihn dazu zu bewegen, sich noch mehr zu engagieren. Er betrachte den Gesang als ein empfindliches Instrument, hinter dem sich ein ganzes Orchester verstecke, schreibt „Koha Ditore“ heute. Er hält auch Vokalmusik für etwas Göttliches. Er sagt, dass die Energie, die er vor dem Chor empfindet, ihm den Anstoß gibt, alle Gefühle auszudrücken, die er in sich trägt.
E Kelmendi ist mehr als nur ein Komponist von Chorwerken. Er ist Dirigent, Professor und in seinem Schaffen liegt Musik für Film, Theater und verschiedene Instrumentenformationen. Der Wunsch zu experimentieren und sich selbst herauszufordern, hat ihn dazu gebracht, Werke elektroakustischer Musik zu komponieren.
Für ihn kollidieren also irgendwo das Zeitgenössische und das Klassische, was zu einer für sein Alter recht reichen künstlerischen Karriere führt. Er ist 31 Jahre alt. Ein weiteres Element, das ihn und seine Werke auszeichnet, ist die fanatische Bewahrung der Werte traditioneller Musik.
Tatsächlich handelt es sich hierbei eher um eine Mission. Er kombiniert Elemente der Folklore und versucht, die Werte des Landes im Ausland zu präsentieren. Bisher wurden seine Werke außer im Kosovo auch in Frankreich, den USA, Kroatien, der Türkei, den Philippinen, Argentinien, Italien, Bosnien und Mazedonien aufgeführt... (lesen Sie heute mehr in „E Diela me Koha Ditore“)
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